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07.09.2011 14:15

Patienten mit ostsächsischen Krankenhäusern zufrieden

Konrad Kästner Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Befragung mit 10.000 Teilnehmern ergibt gute Noten für sechs ausgewählte Fachbereiche

    Die meisten Patienten sind insgesamt zufrieden mit der Behandlung und Betreuung in den ostsächsischen Krankenhäusern. Im Falle einer weiteren notwendigen Behandlung würden sich circa 80 Prozent der Patienten erneut für die gleiche Einrichtung entscheiden. Hauptprobleme aus Sicht der Patienten sind die Aufklärung über einzunehmende Medikamente und die Vorbereitung auf die Entlassung.

    Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Joachim Kugler, Leiter des Lehrstuhls Gesundheitswissenschaften/Public Health der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, hat unter Zusammenarbeit mit der Sächsischen Zeitung und der AOK Plus, der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse Sachsen, der Innungskrankenkasse classic und der Barmer Ersatzkasse untersucht, wie Patienten ihren Krankenhausaufenthalt einschätzen und welche Aspekte dabei am wichtigsten sind. Die Studienergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift International Journal for Quality in Health Care (Volume 23 Issue 5 2011) und sind online bereits einsehbar.

    Die Wissenschaftler haben Patienten von 39 Krankenhäusern des Direktionsbezirkes Dresden und Döbeln befragt. Unter strenger Beachtung des Datenschutzes wurden Patienten ausgewählt, die in sechs verschiedenen Fachbereichen behandelt wurden: Innere Medizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Urologie, Kinder- und Jugendmedizin und Neurologie. Um ein möglichst objektives Bild zu erhalten, wurde auf eine ausgewogene regionale Verteilung geachtet. Auch die Altersstruktur der Versicherten wurde berücksichtigt. Es haben sich circa 10.000 Patienten an der Umfrage beteiligt.

    Nur 11 Prozent der Patienten berichteten über Probleme nach der Entlassung wie z.B. Komplikationen oder Schmerzen. Der Großteil der Befragten war mit der Dauer des Krankenhausaufenthaltes zufrieden; nur etwa 10 Prozent schätzen diesen als zu kurz ein. Damit widerlegt die Untersuchung die These, dass nach der Einführung der Fallpauschalen-Finanzierung systematisch zu früh entlassen wird.

    Am positivsten beurteilten die Patienten die Freundlichkeit der Krankenschwestern und Ärzte. Den größten Verbesserungsbedarf stellen die Organisation der Entlassung sowie die Aufklärung über einzunehmende Medikamente dar.

    Am wichtigsten sind den Patienten die persönliche medizinische Betreuung, die Freundlichkeit des Krankenhauspersonals, die Organisation und der Ablauf von Untersuchungen, die Qualität der Mahlzeiten und die Zimmerausstattung.

    Die subjektiven Beurteilungen der Patienten lassen zwar keinen eindeutigen Schluss auf die objektive Behandlungsqualität der untersuchten Krankenhäuser zu. Die Ergebnisse zeigen jedoch, was Patienten am wichtigsten ist und in welchen Bereichen auf Seiten der Krankenhäuser noch Nachholbedarf besteht.

    Kontakt:
    Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
    Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften/Public Health, Prof. Dr. Joachim Kugler
    Tel. +49 0351 3177 217, Fax +49 0351 3177 459
    E-Mail: kugler@gesundheitswissenschaften-dresden.de
    Erstautor der Studie: Tonio Schönfelder, MPH
    E-Mail: tonio.schoenfelder@gmx.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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