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09.09.2011 12:33

Leuchtturm für die Zahnmedizin in Deutschland

Johannes Seiler Abteilung Presse und Kommunikation
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

    Das von Zahnmedizinern der Universität Bonn initiierte interdisziplinäre Verbundprojekt „Ursachen und Folgen von Parodontopathien – genetische, zellbiologische und biomechanische Aspekte“ wird nun für weitere drei Jahre mit mehr als drei Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Medizinische Fakultät der Alma mater gefördert.

    Parodontopathien sind krankhafte Veränderungen des Zahnhalteapparates. „Weit mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter einer solchen Parodontalerkrankungen“, sagt Projektleiter Prof. Dr. James Deschner von der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums Bonn. „Chronische Entzündungen des Zahnhalteapparates können Gefäßerkrankungen fördern“, so Prof. Deschner weiter. Die häufig chronischen Entzündungen des Zahnfleisches oder Kiefers erhöhen etwa das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

    „Neben einer Verbesserung der Mundgesundheit geht es vor allem auch darum, gesundheitliche Risiken für den Gesamtorganismus zu reduzieren“, sagt Prof. Dr. Andreas Jäger, Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Bonn und ein Sprecher des Verbundprojekts. Seit 2008 forschen in dem inhaltlich breit angelegten Projekt Parodontologen, Kieferorthopäden, Dermatologen, Internisten, Molekularbiologen und Physiker gemeinsam mit Genetikern aus Kiel und Mathematikern aus Lugano, wie Parodontopathien vorgebeugt werden kann und wie sie sich besser diagnostizieren und behandeln lassen.

    Erste und einzige DFG-Forschergruppe in der Zahnmedizin

    Deutschlandweit handelt es sich um die erste und einzige von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Klinische Forschergruppe in der Zahnmedizin. Aufgrund der hohen Fallzahlen von Neuerkrankten mit Parodontopathien wird das Forschungsthema als sehr aktuell und auch langfristig als sehr bedeutend eingeschätzt. „Die Klinische Forschergruppe passt sehr gut in die Schwerpunktsetzungen der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, die die Zahnmedizin stärker mit der Medizin zusammenführen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit stimulieren will“, sagt Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen, Direktor der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde des Universitätsklinikums Bonn und Sprecher des Verbundprojekts. „Dieses Bestreben wurde von der DFG ausdrücklich gelobt - der Standort Bonn sei ausgezeichnet gewählt.“

    Die Gutachter sehen exzellente Möglichkeiten der Klinischen Forschergruppe am Standort Bonn und werten diese als ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Bonn und als Leuchtturm für die Zahnmedizin in Deutschland. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs insbesondere aus der Zahnmedizin sei die Forschergruppe ein Anziehungspunkt von nationaler und internationaler Sichtbarkeit geworden. Sie habe deutschlandweit eine Vorreiterfunktion in der Ausbildung und Heranführung des wissenschaftlichen Nachwuchses an die Forschung übernommen.

    Kontakt:

    Prof. Dr. James Deschner,
    Leiter der Forschergruppe 208
    Tel.: 0228/28722651
    E-Mail: James.Deschner@ukb.uni-bonn.de

    Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen
    Direktor der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde
    Tel.: 0228/28722480
    E-Mail: sjepsen@uni-bonn.de

    Prof. Dr. Andreas Jäger
    Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie
    Tel.: 0228/28722449
    E-Mail: Andreas.Jaeger@ukb.uni-bonn.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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