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19.09.2011 15:18

Erster Masterstudiengang "Klinische Seelsorge" an der KSFH

Lisa Zeidler Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Stiftungsfachhochschule München

    Als erste Hochschule in Deutschland startet die Katholische Stiftungsfachhochschule München (KSFH) zum Sommersemester 2012 einen Masterstudiengang "Klinische Seelsorge". "Die Seelsorge hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem so vielfältigen wie professionellen Partner im Gesundheitswesen entwickelt", so Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender des KSFH-Stiftungsrats: "Neben der pastoralen Arbeit werden von den Mitarbeitern unserer Krankenhausseelsorge mittlerweile auch Kompetenzen in Bereichen wie Medizinethik oder Krisenintervention verlangt. Mit dem neuen Studiengang schaffen wir dafür eine qualifizierte Grundlage."

    Die KSFH und die Erzdiözese München und Freising als Kooperationspartner verbinden in dem Masterstudiengang Ansätze aus Pastoralpsychologie, Psychotherapie, Kommunikations- und Sozialforschung mit Kenntnissen in den Bereichen Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Psychologie. Zugleich wird den Studenten der Erwerb eines international anerkannten akademischen Titels ermöglicht. Der Präsident der KSFH, Egon Endres, zeigt sich erfreut über die Entscheidung des Stiftungsrats: "In Gesprächen mit verschiedenen Trägern im Gesundheitsbereich wird immer wieder deutlich, dass qualifizierte Seelsorge auch über Altenheime und Krankenhäuser hinaus dringend benötigt wird. Der neue Masterstudiengang geht genau auf diese Bedürfnisse ein. Wir freuen uns, dass die Katholische Stiftungsfachhochschule an der Professionalisierung und Weiterentwicklung dieses Bereichs der Seelsorge maßgeblich beteiligt ist." Der Masterstudiengang wird am Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung der KSFH angesiedelt sein. Ziel des Studiengangs ist es, bereits in der Seelsorge tätige Theologen, mittelfristig aber auch Absolventen verwandter Studiengänge für den Einsatz in verschiedenen Praxisfeldern zu qualifizieren.

    "Die Möglichkeiten der Medizin verbessern sich laufend, gleichzeitig differenziert sich das Gesundheitssystem immer weiter aus, so dass für den Einzelnen oft Überblick und Orientierung verloren gehen. Auch damit steigt das Bedürfnis nach seelsorglicher Begleitung", sagt Heiner Gabriel, Theologe und Internist sowie Dekan des Fachbereichs Soziale Arbeit an der KSFH: "Dazu kommen Herausforderungen, die vor einigen Jahren so noch nicht absehbar waren, etwa die Seelsorge in Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen des betreuten Wohnens mit einer wachsenden Zahl von an Demenz erkrankten Menschen."

    Neben dem Wissen um ihre eigene spirituelle Verortung benötigten Krankenhausseelsorger Kompetenzen in Bereichen wie Kommunikation, Psychologie, Organisationslehre und Ethik sowie grundlegende Kenntnisse in medizinischen und pflegerischen Fragen, etwa der Notfall- oder Intensivmedizin, unterstreicht Thomas Hagen, Fachbereichsleiter Krankenhausseelsorge im Erzbischöflichen Ordinariat München: "Anders als bei vielen Fällen der psychologischen Betreuung spielen bei der Klinischen Seelsorge aber auch Themen wie der Lebenssinn und die Einordnung der Krankheit in den Lebenszusammenhang eine zentrale Rolle." Ein wesentliches Element des Masterstudiums sei daher eine vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Spiritualität. Hagen: "Die Studenten sollten eine Vorstellung von verschiedensten Sinnentwürfen entwickeln, offen für kulturelle Unterschiede sein und qualifiziert damit umgehen können."


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


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