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22.09.2011 09:31

Neue Kommunikation für die Altersmedizin in Deutschland

Dr. med. Arne Hillienhof Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

    Eine Medline gelistete Zeitschrift und ein neues Webportal: Die Altersmedizin in Deutschland setzt auf neue Kommunikationsstrategien.

    Bad Bramstedt – Achtmal im Jahr wird künftig die neue Medline gelistete „Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie“ mit dem Untertitel „European Journal of Geriatrics“ im Springer Verlag erscheinen. Das besondere daran: Sie ist das gemeinsame Organ verschiedener Fachgesellschaften und Verbände, die sich mit Altersmedizin befassen, nämlich der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (ÖGGG) und des Bundesverbandes Geriatrie e.V. „Das ist ein historischer Schritt für die deutschsprachige Geriatrie“, betonte Prof. Dr. med. Ralf-Joachim Schulz aus dem Vorstand der DGG auf dem 22. Deutschen Geriatriekongress vom 22. bis 24. September in Bad Bramstedt. Er forderte die Mitglieder aller Fachgesellschaften auf, englischsprachige Originalarbeiten einzureichen.

    Ihre Premiere erlebte auf dem DGG-Kongress auch die neue Website der wissenschaftlichen Fachgesellschaft unter der Adresse www.dggeriatrie.de. Aktuelle Meldungen und Kongress- und Fortbildungstermine sind auf der Startseite zu lesen, es gibt einen eigenen Stellenmarkt und eine Zusammenstellung der für Geriater wichtigen Leitlinien und Fachpublikationen. Außerdem stellen die zahlreichen Arbeitsgruppen der DGG ihre Aufgaben und Ergebnisse vor. Die neue Website wird damit zum zentralen Informationsmedium für Geriater in Klinik und Praxis.

    „Die Geriatrie wird in der Versorgung immer wichtiger“, sagte der Präsident der Fachgesellschaft, Dr. med. Werner Hofmann. Aber immer noch werde eine geriatrische Behandlung vielen Patienten vorenthalten. „Geriatrie ist an nicht einmal zehn Prozent der medizinischen Fakultäten Deutschlands vertreten. Das ist im internationalen Vergleich ein Skandal“, so Hofmann.


    Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Ärzte, die sich auf die Medizin der späten Lebensphase spezialisiert haben. Wichtige Schwerpunkte ihrer Arbeit sind neben vielen anderen Bewegungseinschränkungen und Stürze, Demenz, Inkontinenz, Depressionen und Ernährungsfragen im Alter. Häufig befassen Geriater sich auch mit Fragen der Arzneimitteltherapie von alten Menschen und den Wechselwirkungen, die verschiedene Medikamente haben. Bei der Versorgung geht es darum, den alten Menschen ganzheitlich zu betreuen und ihm dabei zu helfen, so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt zu leben.
    Die DGG wurde 1985 gegründet und hat heute rund 1.600 Mitglieder.


    Weitere Informationen:

    http://www.dggeriatrie.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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