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20.10.2011 13:00

Neues „Bundeseinheitliches Notaufnahmeprotokoll“ der DIVI

Larissa Vogt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V.

    DIVI und IT-Anbieter streben zur besseren Versorgung der Patienten und zum Bürokratieabbau eine schnelle Umsetzung des „Bundeseinheitlichen Notaufnahmeprotokolls“ im Alltag an

    Patienten in den Krankenhäusern noch besser zu versorgen und gleichzeitig die Bürokratie im Gesundheitswesen abzubauen: Dafür setzt sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein und hat dazu ein Notaufnahmeprotokoll entwickelt, das alle wichtigen medizinischen Daten vereinheitlicht und bündelt. Damit Patienten und Krankenhäuser hiervon schnellstmöglich in der Praxis profitieren, hat die DIVI heute in Berlin mit allen bedeutenden IT-Herstellern im Gesundheitswesen darüber beraten, wie das Protokoll nun technisch umgesetzt werden kann. „Wir gehen davon aus, dass wir gemeinsam schnell Lösungen erarbeiten. Dann werden binnen kurzer Zeit neun von zehn Patienten in
    deutschen Krankenhäusern von dem verbesserten Protokoll profitieren können“, sagte der Sprecher der DIVI-Sektion Notaufnahmeprotokoll, Prof. Dr. Felix Walcher.

    Qualität sichern und vergleichen mit standardisierter Dokumentation
    „Wer mit einem so standardisierte Protokoll Informationen gezielt vereinheitlicht und bündelt, verbessert die Behandlung der Patienten und verringert den bürokratischen Aufwand für Ärzte und Pfleger“, sagte der Sprecher der DIVI-Sektion IT und Medizintechnik, Dr. Rainer Röhrig.
    Darüber hinaus wird es nach seinen Worten möglich sein, mit Hilfe der standardisierten und anonymisierten Daten, die Qualität auch in diesem Bereich der Medizin effektiv zu sichern und die Versorgung besser zu planen. „Liest ein Krankenhaus schwarz auf weiß, dass ein Patient in einem anderen Krankenhaus nach der Erstversorgung im Schockraum im Schnitt 15 Minuten schneller ein CT bekommt, dann besteht Handlungsbedarf“, sagte Röhrig. Im Hinblick auf den Datenschutz bleibt für die Patienten alles beim Alten: Ihre Daten bleiben geschützt in der Hand des Arztes und können – wenn überhaupt - nur vollständig anonymisiert verwendet werden. Das gilt beispielsweise für Qualitätsberichte oder Register.

    Protokoll liegen Daten von 45.000 Patienten zugrunde
    Neben dem eigentlichen Notaufnahmeprotokoll entwickelten die DIVI-Experten bereits mehrere andere Zusatz-Module, unter anderem ‚Trauma’, ‚Anästhesie’ und ‚Neurologie’; weitere sind in Arbeit. Für ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit werteten die Mitglieder der Sektionen Notaufnahmeprotokoll sowie IT und Medizintechnik die Daten von 45.000 Patienten aus dem Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) aus. Sämtliche für die Intensiv- und Notfallmedizin maßgeblichen Fachgesellschaften unterstützen die Initiative der DIVI. So ist in der Sektion Notaufnahmeprotokoll die Expertise aus den Bereichen Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin und Neurologie vertreten.

    DIVI: europaweit einzigartiger Zusammenschluss
    Die DIVI ist ein europaweit einzigartiger Zusammenschluss all’ jener Fachbereiche, auf deren Zusammenarbeit sich der Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin gründet: Zu den mehr als 1500 Mitgliedern zählen Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmediziner sowie Fachkrankenpfleger und entsprechende Fachgesellschaften – insgesamt bündelt die DIVI damit das Wissen und Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften.

    Die Menschen hinter der DIVI
    Prof. Dr. med. Michael Quintel, der die Anästhesiologie am Universitätsklinikum Göttingen leitet, ist Präsident der DIVI.
    Prof. Dr. Felix Walcher ist geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist der Sprecher der DIVI-Sektion Notaufnahmeprotokoll.
    Dr. Rainer Röhrig ist Arzt und Medizininformatiker in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH – Standort Gießen. Er ist der Sprecher der DIVI-Sektion IT und Medizintechnik.

    Haben Sie Fragen? Gerne vermitteln wir Ihnen unsere Experten für ein ausführlicheres Gespräch zum Notaufnahmeprotokoll genauso wie zu anderen aktuellen Themen der Intensiv- und Notfallmedizin.

    Kontakt:

    Larissa Vogt
    Pressesprecherin
    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
    Luisenstraße 45
    10117 Berlin
    Tel: 030 4000 5635
    Fax: 030 4000 5637
    Mobil: 0173 619 44 22
    E-Mail: pressestelle@divi-org.de


    Weitere Informationen:

    http://www.divi-org.de/


    Anhang
    attachment icon Über die DIVI

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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