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27.10.2011 09:39

„Wer ist ICH? Modelle des Selbst“ – ein Streitgespräch zwischen Thomas Metzinger und Olaf Blanke

Michael Seifert Hochschulkommunikation
Eberhard Karls Universität Tübingen

    2. CIN Dialogue at the Interface of the Neurosciences and the Arts and Humanities an der Universität Tübingen

    Die Frage, was Bewusstsein ist, gehört zu den ältesten in unserer Wissenschaftstradition, die Erfolge der neurobiologischen Forschung haben diese Diskussion in letzter Zeit aber nochmals befeuert. Am Mittwoch, dem 2. November, findet an der Universität Tübingen der zweite CIN Dialog des Forum Scientiarum und des Exzellenzclusters Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) statt. Unter dem Titel „Wer ist ICH? Modelle des Selbst“ diskutieren der Philosoph Thomas Metzinger und der Neurowissenschaftler Olaf Blanke über Probleme des Bewusstseins. Moderiert wird das Gespräch von Ulrich Schnabel. Die öffentliche Veranstaltung findet um 19.15 Uhr im Audimax der Universität Tübingen, Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz statt.

    Thomas Metzinger ist Professor für Theoretische Philosophie an der Universität Mainz und Präsident der von ihm mit gegründeten Association for the Scientific Study of Consciousness. Metzinger wendet sich gegen jegliche Vorstellung eines substantiellen Selbst, wie etwa das Konzept der Seele. Der Brückenschlag zwischen Geisteswissenschaften und Neurowissenschaften beschränkt sich bei Metzinger nicht auf theoretische Fragen, sondern schließt Überlegungen zu den anthropologischen und moralphilosophischen Konsequenzen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse mit ein.

    Olaf Blanke ist Direktor des Labors für Kognitive Neurowissenschaft an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und beratender Neurologe an der Universitätsklinik Genf. Er zählt zu den Pionieren der neurowissenschaftlichen Erforschung des menschlichen Selbstbewusstseins sowie der Subjektivität. Bei seiner Forschung nutzt Blanke eine breite Palette an Methoden, von der Neuropsychologie und Elektrophysiologie bis zu bildgebenden Verfahren. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Entwicklung einer empirisch basierten neurowissenschaftlichen Theorie des Selbstbewusstseins und der Subjektivität.

    Ulrich Schnabel arbeitet seit 1993 als Redakteur der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT und bearbeitet dort ein breites Themenspektrum, das von der Astrophysik über die Hirnforschung bis zur Geisteswissenschaft reicht. Seit 2005 ist er vorwiegend als Autor tätig.

    Die CIN Dialogues at the Interface of the Neurosciences and the Arts and Humanities werden gemeinsam vom Forum Scientiarum der Universität Tübingen und dem Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) veranstaltet. Die beiden interdisziplinär arbeitenden Einrichtungen wollen damit den Austausch zwischen Neuro-, Geistes- und Sozialwissenschaften über den rein akademischen Bereich hinaus sichtbar machen und in die Gesellschaft tragen.

    Kontakt:
    Dr. Niels Weidtmann
    Universität Tübingen
    Forum Scientiarum
    Doblerstr. 33
    72074 Tübingen
    Tel.: +49 7071 40716-12
    niels.weidtmann@fsci.uni-tuebingen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Medizin, Philosophie / Ethik, Psychologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


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