Saar-Uni-Sportmedizin führt im AH-Fußball erste von FIFA und DFB gemeinsam finanzierte Studie durch

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07.11.2011 09:44

Saar-Uni-Sportmedizin führt im AH-Fußball erste von FIFA und DFB gemeinsam finanzierte Studie durch

Thorsten Mohr Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Vor rund einem Jahr hat das Institut für Sport- und Präventivmedizin an der Saar-Uni eine Studie zum Thema „Fußball im Altherrenbereich“ abgeschlossen. Nun gehen die Sportmediziner um Professor Tim Meyer, der gleichzeitig der Mannschaftsarzt der Fußball-Nationalelf ist, in einer Folgestudie der Frage nach, ob bestimmte regelmäßige Aufwärmübungen vor dem Altherren-Training das Verletzungsrisiko senken können. Die Studie wird vom Weltfußballverband FIFA und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) kofinanziert. Auf dem Sektor Forschungsförderung ist dies ein Novum.

    „11 +“ ist ein Aufwärmprogramm zur Reduktion von Verletzungen beim Fußball, das von einer internationalen Expertengruppe unter der Leitung von F-MARC, der Forschungsabteilung des Weltfußballverbandes FIFA, entwickelt und überprüft wurde. Sportmediziner der Universität des Saarlandes untersuchen nun in einer Studie im saarländischen Altherren-Fußball, ob diese speziellen Aufwärm-Übungen auch das Verletzungsrisiko älterer Fußballspieler reduzieren. „Dafür wollen wir 20 Mannschaften aus dem AH-Bereich ein Jahr lang begleiten und regelmäßig alle Verletzungen, die in diesem Zeitraum auftreten, dokumentieren“, erklärt Professor Tim Meyer, Ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin und Arzt der Fußball-Nationalmannschaft, die Vorgehensweise. Die Wissenschaftler möchten so herausfinden, ob sich die Aufwärmübungen auch für ältere Fußballer bezahlt machen. Bislang wurde dieser Nachweis nur in anderen Alterskategorien erbracht, die ein abweichendes Verletzungsspektrum aufweisen.

    Von den 20 Mannschaften, die möglichst umfangreich in den Spielbetrieb eingebunden sein sollten, wird die Hälfte das Aufwärmprogramm „11 +“ vor dem Training durchführen, die andere Hälfte wird als Kontrollgruppe ihr normales Training absolvieren. So können die Wissenschaftler nach einem Jahr feststellen, ob sich „11 +“ signifikant auf das Verletzungsrisiko niederschlägt oder nicht. „Gerade angesichts unserer älter werdenden Gesellschaft ist diese Studie von Bedeutung. Viele Fußballer sind heute auch noch im höheren Alter aktiv, so dass es sinnvoll ist, sich sportmedizinisch zunehmend um diese Gruppe von Sportlern zu kümmern“, erklärt Tim Meyer den Nutzen der wissenschaftlichen Untersuchung. „Wir sind sehr froh, dass sich der Saarländische Fußballverband (SFV) sehr kooperativ gezeigt und uns bei der Gewinnung von Mannschaften tatkräftig unterstützt hat“, fügt er hinzu. Im Rahmen der Kofinanzierung des Projekts durch DFB und FIFA können die Bestrebungen beider Verbände, den Fußball als gesundheitsförderliche Lifetime-Sportart zu gestalten, in optimaler Weise kombiniert werden.

    Wer sich für nähere Einzelheiten der Studie interessiert, kann sich bei Professor Tim Meyer oder Dr. Karen aus der Fünten vom Institut für Sport- und Präventivmedizin melden:
    Prof. Dr. Tim Meyer, Dr. Karen aus der Fünten
    Tel.: (0681) 3023750
    E-Mail: sportmed@mx.uni-saarland.de

    Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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