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24.11.2011 14:30

Neues Behandlungskonzept für psychiatrische Krankenhäuser ausgezeichnet

Dr. Thomas Nesseler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

    Die DGPPN hat in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit zum zweiten Mal den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten DGPPN-Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik verliehen. Ausgezeichnet wurden die Initiatoren des „Weddinger Modells“ – eines patientenzentriertem, trialogisch ausgerichteten Behandlungskonzepts. Die Preisverleihung fand am 24. November 2011 im Rahmen des diesjährigen DGPPN-Kongresses statt.

    Keine Patientengespräche über den Patienten, sondern nur mit ihm – lautet das Credo der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus, Abteilung Wedding, in Berlin. Seit Dezember 2010 werden mit dem sogenannten „Weddinger Modell“ neue Wege in der Patientenversorgung beschritten. Es handelt sich dabei um ein patientenzentriertes, trialogisch ausgerichtetes Behandlungskonzept. Der Patient ist grundsätzlich – anders als üblich – bei Fallbesprechungen oder Therapieplanungen dabei. Er ist sogar angehalten, seine Therapieziele selbst zu formulieren. Damit soll das Bewusstsein beim Patienten gestärkt werden, dass er maßgeblich zum eigenen Behandlungserfolg beitragen kann. Für ihr neues psychiatrisches Therapiekonzept sind die die Initiatoren des „Weddinger Modells“ Ina Jarchov-Jádi und Dr. Lieselotte Mahler nun mit dem DGPPN-Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik 2011 ausgezeichnet worden.

    Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Ansatzes ist die grundlegende Reform der traditionellen Behandlungsstrukturen. Das Außergewöhnliche am „Weddinger Modell“ sei die konsequente multiprofessionelle Ausrichtung und die von Anfang angestrebte gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Berufsgruppen. Damit komme es zu einer spürbaren Annäherung zwischen allen Berufsgruppen, von der vor allem die Pflege profitiere. Diese könnte nun ihre Expertise in vollem Umfang einbringen, heißt es in der Jury-Begründung.

    Der DGPPN-Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik zeichnet Arbeiten zu psychischen Erkrankungen aus, die die diagnostische Tätigkeit der verschiedenen Gesundheitsfachberufe in den Mittelpunkt stellen. Antragsberechtigt sind Mitarbeiter der Gesundheitsfachberufe, wie z.B. Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Ergotherapie, Soziotherapie oder Physiotherapie. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der DGPPN in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit verliehen. Die Stiftung fördert die seelische Gesundheit der Bevölkerung und setzt sich für die Verbesserung der Versorgung psychisch kranker Menschen ein. Die Stiftung ist Mitglied im Stifterverband der Deutschen Wissenschaft.

    Kontakt:
    Prof. Dr. med. Peter Falkai
    Präsident DGPPN
    Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Universitätsklinikum Göttingen
    von-Siebold-Str. 5
    37075 Göttingen
    Telefon: 0551-396601
    Fax: 0551-3922798
    E-Mail: pfalkai@gwdg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/article/991/neues-be...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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