idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
29.11.2011 09:14

Stressabbau durch Vitamin B

Sabine Ranke-Heinemann Pressestelle
Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

    Eine an der Swinburne University of Technoloy in Melbourne, Australien, durchgeführte klinische Studie hat gezeigt, dass eine erhöhte Zufuhr von Vitamin B zu einer deutlichen Verminderung der Stressbelastung beitragen kann.

    Im Rahmen der dreimonatigen Studie nahmen die Probanden zum einen hochdosierte Vitamin-B-Präparate und zum anderen Placebos ein. Die Untersuchungsergebnisse werden demnächst in der Wissenschaftszeitschrift „Human Psychopharmacology“ veröffentlicht.

    Zu Beginn der Studie, die von Professor Con Stough geleitet wurde, bestimmten die Forscher die Persönlichkeit, die Arbeitsbelastung, den Gemütszustand und die Ängste und Sorgen der insgesamt 60 Teilnehmer. Nach 30 beziehungsweise 90 Tagen wurden diese Faktoren bei den Probanden erneut evaluiert. Nach drei Monaten berichteten die Teilnehmer der Vitamin-B-Gruppe von einer weitaus gringeren Stressbelastung als noch zu Beginn der Studie. Tatsächlich sank das Stressniveau der Testpersonen um fast 20 Prozent. Die Placebo-Gruppe wies dagegen keine deutlichen Veränderungen auf, so Professor Stough.

    Obwohl eine Studie dieser Art noch nicht durchgeführt worden war, gab Professor Stough zu verstehen, dass das Untersuchungsergebnis in Anbetracht der Schlüsselrolle von Vitamin B im Bereich der kognitiven Funktionen nicht wirklich überraschend sei. „Vitamin B ist in unverarbeiteten Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Bohnen und Vollkorn, zu finden und ist als integraler Bestandteil der Synthese von Neurotransmittern verantwortlich für das psychische Wohlbefinden“, sagte Professor Stough. „Viele Menschen nehmen nicht genug Vitamin B über die Nahrung auf und schlucken zusätzlich Vitaminpräparate.“

    In Australien nimmt die Arbeitsbelastung stetig zu, was sich deutlich auf das Wohl der Mitarbeiter, der Unternehmen und der gesamten Gemeinschaft auswirkt. „Wir müssen alles Mögliche tun, um den Arbeitsstress zu vermindern“, meinte Professor Stough. „Wenn unser Stressniveau sinkt, leiden wir weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angstzuständen. Vermindern Unternehmen die Stressbelasung ihrer Arbeitnehmer, können sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Erhöhung der Produktivität und einer Minimierung stressbedingter Ausfälle rechnen.“

    Obleich die Untersuchungsergebnisse für die Einnahme von Vitamin-B-Präparaten sprechen, sind noch weitere Studien erforderlich, so Professor Stough. „Wir würden gern eine umfangreichere Studie mit mehr Testpersonen durchführen und die Auswirkung von Vitamin B Präparaten über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren testen.“

    Die Wissenschaftler verwendeten das Präparat Executive B Stress Formula von Blackmores. Die Studie wurde gemeinsam von Blackmores und dem Zentrum für Psychopharmakologie der Swinburne University of Technology finanziert, der weltweit größten Forschungsgruppe, die untersucht, wie sich natürliche Produkte, Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsinterventionen auf Geist und Gemütszustand auswirken.

    Weitere Informationen:

    Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
    Pressestelle
    Friedrichstr. 95
    10117 Berlin
    Email: berlin@ranke-heinemann.de
    Tel.: 030-20 96 29 593

    Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist das gemeinnützige Studierendensekretariat aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.


    Weitere Informationen:

    http://www.ranke-heinemann.de
    http://www.ranke-heinemann.at
    http://www.ranke-heinemann.tv


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).