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30.11.2011 10:37

Ausschreibung für das Klaus-Kruse-Stipendium - Novo Nordisk fördert pädiatrische Endokrinologie

Dr. Franz Jürgen Schell Public Affairs
Novo Nordisk Pharma GmbH

    Das von der Novo Nordisk Pharma GmbH gestiftete Klaus-Kruse-Stipendium der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Endokrinologie wird auch 2012 wieder vergeben. Damit sollen junge Ärzte/innen sowie Naturwissenschaftler/innen gefördert werden, die sich wissenschaftlich mit Fragestellungen der pädiatrischen Endokrinologie und Diabetologie beschäftigen.

    Das Stipendium soll wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern/-innen finanzieren und ihnen ermöglichen, an einem Ort ihrer Wahl ein wissenschaftliches Projekt durchzuführen. Die Fördersumme beläuft sich auf 10.000 Euro und kann gegebenenfalls geteilt werden.

    Die Stipendiaten/innen müssen jünger als 40 Jahre sein, über eine abgeschlosene Promotion und/oder Approbation verfügen und Mitarbeiter eines APE-Mitglieds oder selbst APE-Mitglied sein.

    Der Antrag auf das Stipendium sollte folgendes enthalten:
    • Projektbeschreibung mit Zeitplan und Kostenaufstellung
    • Empfehlungsschreiben des eigenen Betreuers
    • Bestätigung des auswärtigen Zentrums, dass ein Aufenthalt dort möglich ist
    • Aussagekräftiger Lebenslauf
    • Publikationsliste

    Der Antrag muss in elektronischer Form bis zum 30. Juni 2012 beim Sprecher der APE eingegangen sein:

    Herrn
    Professor Dr. med. Martin Wabitsch
    Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin
    Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie
    E-Mail an: Gabriele.Krenn@uniklinik-ulm.de

    Nach dem 30. Juni 2012 eingegangene Anträge werden automatisch für die Ausschreibung im darauf folgenden Jahr vorgesehen. Der Vorstand der APE entscheidet unter Hinzuziehen von Fachgutachtern über den/die Stipendiaten/innen. Die Verleihung des Preises für das Jahr 2012 erfolgt durch den Spre-cher der APE und einen Vertreter des Sponsors im Rahmen der 7. gemeinsamen Jahrestagung der APE/AGPD in Erlangen.

    Prof. Dr. med. Klaus Kruse

    Prof. Klaus Kruse war gebürtiger Eutiner. Nach dem Medizinstudium begann er seine medizinische Laufbahn an der Lübecker Kinderklinik, bevor er an die Kin-derklinik der Universität Kiel wechselte, um seine Assistenzarztzeit zu vervollständigen. 1982 habilitierte er sich mit dem Thema „Einfluss der antikonvulsiven Langzeitbehandlung im Kindesalter auf Sekretion und Wirkung von Parathormon und Calcitonin sowie auf die tubuläre Calcium- und Phosphatrückresorption“ und folgte seinem verehrten Lehrer Prof. Bartels an die Universitätskinderklinik Würzburg, wo er eine C2-Professur innehatte und die Geschicke der pädiatri-schen Endokrinologie und Diabetologie leitete.

    Zum 1. Januar 1989 wurde er Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Lübeck und auf den Lehrstuhl für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität zu Lübeck berufen. Während seiner Zeit als Di-rektor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Lübeck hat er erreicht, dass im Jahr 1999 das neue Gebäude der Kinderklinik auf dem Campus des Universitätsklinikums bezogen werden konnte. Damit gehört die Lübecker Kinderklinik nach wie vor zu den modernsten und schönsten Kinderkliniken Deutschlands. Mit Kräften setzte sich Prof. Kruse dafür ein, dass ein Ronald McDonald-Haus sowie ein besonderes Haus für Spiel- und Beschäftigungstherapie im nächsten Umfeld zur neuen Kinderklinik entstanden. Er hat dabei besonderen Weitblick für die Belange von kranken Kindern in der modernen Medizin gezeigt. Prof. Kruse war ein engagierter Hochschullehrer, der sich neben der Studentenausbildung insbesondere auch für die Weiterbildung im Fach der Kinder- und Jugend-medizin einsetzte. Hier gehörte er den entsprechenden Kommissionen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin an.

    Prof. Kruse war ein international anerkannter Spezialist auf dem Gebiet der Knochenstoffwechselstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter. Seine wissenschaftlichen Arbeiten haben sich insbesondere dem Krankheitsbild der Al-bright’schen hereditären Osteodystrophie und der X-chromosomal gebundenen hypophosphatämischen Rachitis gewidmet. Er hat zahlreiche Buchbeiträge und Hunderte von Publikationen in hoch- und höchstrangigen Zeitschriften, u. a. Science, über seine wissenschaftlichen Arbeiten verfasst. Prof. Kruse hat sich in seinem wissenschaftlichen Werdegang immer darum bemüht, klinische Zusammenhänge durch ausgefeilte biochemische Untersuchungen zu erklären. Dabei hat er fachübergreifend gedacht und dies auch in seinem weiteren Werdegang im Sinne einer Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachgebieten immer wieder forciert.

    Prof. Kruse war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Endokrinologie sowie Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Verbände und Gesellschaften. Er hat u. a. die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin 1996 sowie die Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin 1999 in Lübeck ausgerichtet. Erst wenige Tage vor seinem Tode wurde 2001 in seinem Namen die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Endokrinologie zusammen mit der Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Nephrologie veranstaltet. In der APE hat er sich über Jahre in der Nachwuchsförderung durch Ausrichtung des Assistentenseminars engagiert.

    Prof. Dr. Klaus Kruse ist am 13. November 2001 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 58 Jahren verstorben. Die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Endokrinologie möchte mit seinem Namen ihr Engagement für die wissenschaftliche Ausbildung in der pädiatrischen Endokrinologie verbinden.


    Weitere Informationen:

    http://www.paediatrische-endokrinologie.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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