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09.12.2011 08:36

Sexuelle Rechte sind Menschenrechte: RUB-Experte fordert bessere Aufklärung und Kommunikation

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Aufklärung und Kommunikation über sexuelle Rechte und Gesundheit statt Stigmatisierung: Die Deutsche STI-Gesellschaft DSTIG fordert anlässlich des Welttags der Menschenrechte (10. Dezember) eine „DeSTIGmatisierung“ der Betroffenen. STI steht für sexuell übertragbare Infektionen („sexual transmitted infections“). „Sexuelle Rechte sind Menschenrechte. Sie gehören auf die Agenda, denn sie basieren auf dem Grundrecht auf Freiheit, Gleichstellung, Privatsphäre, Selbstbestimmung, Integrität und der Würde aller Menschen“, sagt RUB-Mediziner Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Präsident der DSTIG.

    DeSTIGmatisierung gefordert
    Sexuelle Rechte sind Menschenrechte
    RUB-Experte: Aufklärung und Kommunikation verbessern

    Aufklärung und Kommunikation über sexuelle Rechte und Gesundheit statt Stigmatisierung: Die Deutsche STI-Gesellschaft DSTIG fordert anlässlich des Welttags der Menschenrechte (10. Dezember) eine „DeSTIGmatisierung“ der Betroffenen. STI steht für sexuell übertragbare Infektionen („sexual transmitted infections“). „Sexuelle Rechte sind Menschenrechte. Sie gehören auf die Agenda, denn sie basieren auf dem Grundrecht auf Freiheit, Gleichstellung, Privatsphäre, Selbstbestimmung, Integrität und der Würde aller Menschen“, sagt RUB-Mediziner Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Präsident der DSTIG.

    Vielschichtiges Problem

    Professor Brockmeyer leitet an der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital das Zentrum für sexuelle Gesundheit und sieht im Klinikalltag, wie vielschichtig das Problem der Stigmatisierung ist. Defizite gäbe es in der Präventionsarbeit und der sexuellen Bildung. „Unsere Aufgabe ist es, alle Menschen über ihre sexuellen Rechte aufzuklären und auf Gefahren für ihre sexuelle Gesundheit hinzuweisen“, sagt Brockmeyer. Angst vor Stigmatisierung auf Seiten der Patienten und mangelnde Kommunikation über Sexualität auf ärztlicher Seite führten immer wieder dazu, so der Bochumer Dermatologe, dass Fragen zu sexuellen Rechten unausgesprochen bleiben. „Zum einen sollte die Kommunikation zur sexuellen Gesundheit und über sexuelle Rechte Bestandteil des medizinischen Lehrplanes werden. Zum anderen müssen wir spezialisierte, so genannte GUM-Kliniken für Urogenitale Erkrankungen nach englischem Vorbild etablieren, um Betroffene umfassend beraten zu können“.

    Sexuelle Gesundheit umfasst sexuelle Rechte

    Sexuelle Rechte sind ein wesentlicher Bestandteil der sexuellen Gesundheit. Professor Brockmeyer: „Die sexuelle Gesundheit umfasst nicht nur die klinische Gesundheit, sie gehört auch zur körperlichen und geistigen Gesundheit und ist ein Schlüsselelement für unsere Identität als Menschen. Sie steht für gleichberechtigte Beziehungen und sexuelle Erfüllung“. Das Recht auf Selbstbestimmung spiele eine entscheidende Rolle – egal ob es um die Frage der Fortpflanzung gehe oder um die sexuelle Orientierung: Jeder sollte frei von Diskriminierung oder Gewalt diese Entscheidungen treffen dürfen.

    Die DSTIG hat sich als medizinische Fachgesellschaft die Förderung der Sexuellen Gesundheit zur Aufgabe gemacht und veranstaltet vom 14. bis 16. Juni 2012 im Roten Rathaus in Berlin den STI-Jubiläumskongress. Im Berliner Rathaus wurde die Gesellschaft vor 110 Jahren gegründet.

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. N.H. Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft, Sprecher KompNet HIV/AIDS, Direktor Forschung und Lehre, Leiter Hauttumorzentrum Ruhr-Universität, Leiter Zentrum für Sexuelle Gesundheit, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Gudrunstr. 56, 44791 Bochum, Tel.: 0234/509-3471, -3474, n.brockmeyer@klinikum-bochum.de

    Angeklickt

    St. Josef-Hospital, Klinikum der RUB: http://josef-hospital.klinikum-bochum.de/
    DSTIG: http://www.dstig.de
    STI-Kongress 2012: http://www.sti-kongress2012.de
    Kompetenznetz HIV: http://www.kompetenznetz-hiv.de

    Redaktion: jens Wylkop


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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