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19.12.2011 12:44

Gewichtskontrolle für übergewichtige Schwangere - Forschungsförderung der DGEM

Rita Wilp Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V.

    DGEM Forschungsförderung zeichnet Projekt aus Magdeburg aus – Teilnehmerinnen aus der Region noch gesucht

    In Deutschland ist jede dritte bis vierte Frau im gebärfähigen Alter übergewichtig. Die zusätzliche Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft führt bei vielen Schwangeren und den Ungeborenen zu Gesundheitsproblemen mit erheblichem Ausmaß. Folgen können für das Kind zum Beispiel ein zu hohes Geburtsgewicht (Makrosomie) sein, das unter anderem durch einen Schwangerschaftsdiabetes der Mutter hervorgerufen werden kann.

    Übergewichtige Schwangere entwickeln auch akute und chronische Komplikationen, dazu gehört unter anderem auch ein schwangerschaftsassoziierter Hypertonus (Bluthochdruck) oder Präeklampsie/Eklampsie (Krampfanfälle). Übergewicht und übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sind daher im Interesse der Gesundheit von Mutter und Kind zu vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) hat deshalb ihre Forschungsförderung 2011 an das Projekt „Gewichtskontrolle übergewichtiger Schwangerer: Effekte von Telemonitoring der Bewegung und einer Ernährungsumstellung" vergeben, das von Prof. Dr. Sabine Westphal, Dr. troph. Alexandra Blaik, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie der Otto-von-Guericke-Universität und Dr. Anke Brössner, Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eingereicht worden war. Auf der DGEM Fortbildungstagung im schwäbischen Irsee wurde die mit 25.000 Euro dotierte Forschungsförderung verliehen. Für den Pilotversuch werden noch Teilnehmerinnen aus der Region Magdeburg gesucht.

    Die Wissenschaftlerinnen werden in einem randomisierten, kontrollierten Pilotversuch untersuchen, ob eine innovative Form der Lebensstilintervention die Gesundheitssituation der Schwangeren wirksam verbessern kann. Bei dem Projekt wird mittels eines Sensors, den die Schwangeren tragen, Bewegung, Grundumsatz und täglicher Kalorienverbrauch dokumentiert, an einen Computer gesendet und dort ausgewertet. Mit Hilfe des Active Body Control Programms (ABC) erhält die Betreuerin der Schwangeren regelmäßig per Telemedizin die Daten und antwortet in einem wöchentlichen Brief, um die Motivation der Teilnehmerinnen, ihre Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen, zu fördern. Zusätzlich wird ein duales Ernährungsprogramm, die „Magdeburger duale Diät“, durchgeführt. Bisher wurden in anderen Studien bereits gute Erfolge zur Gewichtsabnahme erzielt.

    Ansprechpartnerin:
    Dr. troph. Alexandra Blaik
    Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
    Medizinische Fakultät
    Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Haus 39
    Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg
    Tel.: 0391/ 67139-80
    E-Mail alexandra.blaik@med.ovgu.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dgem.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


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