idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
08.02.2012 14:16

Wer ist besonders anfällig für Rückenschmerzen?

Dr. Annette Tuffs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg

    Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg und Olympiastützpunkt Rhein-Neckar suchen Studienteilnehmer mit und ohne Rückenschmerzen

    Wann treten Rückenschmerzen auf? Wer ist besonders gefährdet und welche Risikofaktoren gibt es? Wie könnte eine sinnvolle Vorbeugung aussehen? Diesen Fragen gehen Sportorthopäden des Universitätsklinikums Heidelberg in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Rhein-Neckar im Rahmen einer deutschlandweiten Studie nach. Ab sofort werden Probanden zwischen 18 und 65 Jahren mit oder ohne chronische Rückenschmerzen gesucht.

    Die Studienteilnehmer sollten bereit sein, innerhalb der nächsten zwei Jahre insgesamt sieben Termine im Olympiastützpunkt, Im Neuenheimer Feld 710, 69120 Heidelberg, wahrzunehmen. Bei den jeweils ca. einstündigen Untersuchungen klären die Sportorthopäden im Gespräch evtl. vorhandene Beschwerden und führen, wenn keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, Bewegungs-, Funktions- und Kraftanalysen der Wirbelsäule durch. Die Teilnehmer füllen zudem online einen Fragebogen u.a. zu körperlichen Belastungen in Beruf und Freizeit, Stress und Schmerzen aus.

    Rückenbeschwerden sind die Volkskrankheit Nummer eins in den westlichen Industrieländern. Ursachen sind häufig strukturelle Schäden wie beispielsweise Gelenkdegenerationen sowie eine unzureichende Stabilisation und Funktion der Wirbelsäule bedingt durch Defizite im Zusammenspiel zwischen Nerv und Muskel. „Aber auch psychische und psychosoziale Komponenten, insbesondere im Umgang mit Stress und Schmerz, können eine große Rolle spielen“, erklärt Dr. Nikolaus Streich, Sportorthopäde am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der Heidelberger Studiengruppe.

    Was geholfen hat, bleibt oft unklar

    Die aktuelle Studie unter Federführung des Universitätsklinikums Potsdam ist eingebettet in ein deutschlandweites, interdisziplinäres Forschungsprojekt, das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) in den kommenden drei Jahren mit über fünf Millionen Euro gefördert wird. Die Heidelberger Sportorthopäden erforschen darin gemeinsam mit Medizinern aus Potsdam, Berlin, Dresden, München, Hamburg Frankfurt/Main, Bochum und Köln, ob und wie sich Risiken für Rückenschmerzen in der Bevölkerung und im Spitzensport durch körperliche Aktivität verringern und vorhandene Beschwerden abmildern lassen.
    „In der Studie geht es zunächst einmal darum, ein Risikoprofil für Rückenschmerzen zu entwickeln und zu verstehen, durch welche Faktoren Rückenschmerzen beeinflusst werden“, so Streich. Darauf aufbauend können spezielle Rückenübungen gezielt zum Einsatz kommen. „Wir sehen zwar, dass Rückentraining zur Vorbeugung und zur Linderung von Rückenschmerzen beiträgt, allerdings bleibt häufig unklar, welche Intervention genau zur Risiko- und Beschwerdeminderung geführt hat“, erklärt der Sportorthopäde.

    Aus den Erkenntnissen der Studie werden Empfehlungen für das medizinische Versorgungssystem abgeleitet – jeder Studienteilnehmer trägt daher dazu bei, Diagnose, Vorbeugung und Therapie von Rückenschmerzen zu verbessern.

    Kontakt bei Interesse an einer Studienteilnahme:
    Dipl. rer. soc. Simone Gantz
    Tel.: 06221 / 56 34 986
    E-Mail: simone.gantz@med.uni-heidelberg.de

    Ansprechpartner für Journalisten:
    Dipl. rer. soc. Simone Gantz
    Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
    Universitätsklinikum Heidelberg
    Schlierbacher Landstraße 200a
    69118 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 34 986
    E-Mail: simone.gantz@med.uni-heidelberg.de

    Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
    Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
    Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Julia Bird
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
    und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 70 71
    Fax: 06221 / 56 45 44
    E-Mail: julia.bird(at)med.uni-heidelberg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de Universitätsklinikum Heidelberg
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse Universitätsklinikum Heidelberg/Presse
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Startseite.110016.0.html Klinik für Orthopädie und Paraplegiologie
    http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Universit%C3%A4tsKlinikum-Heidelberg/10... Universitätsklinikum bei facebook


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    jedermann
    Medizin, Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).