idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
16.02.2012 07:35

Risiken - Fehler - Krisen. Risikomanagement im Jugendamt als Führungsaufgabe

Sybille Wenke-Thiem Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Urbanistik

    Terminhinweis/Einladung:
    Tagung für Leiterinnen und Leiter von Jugendämtern und Sozialen Diensten
    18. und 19. April 2012 in Berlin

    Das Thema Risikomanagement gewinnt im Bereich sozialer Organisationen seit Jahren stetig an Bedeutung, auch in den Jugendämtern. Dies resultiert einerseits aus der – (auch) öffentlich und medial geführten – Kinderschutzdebatte zur "Qualität" der Jugendämter und neueren gesetzlichen Regelungen wie dem Bundeskinderschutzgesetz. Andererseits ist "Risikohandeln" seit jeher ein systemimmanenter Bestandteil der Arbeit in den Jugendämtern und insbesondere im ASD.

    Risiken und unerwünschte Ereignisse in einem so komplexen, von Unwägbarkeiten und Ungewissheit geprägten Feld wie der Jugendhilfe sind niemals vollständig auszuschalten. Aber durch ein "Risikomanagement" könnten Risiken und Fehler im Handeln der Fachkräfte reduziert werden. In diesem Sinne soll das Identifizieren von Risiken und das Lernen aus Fehlern als Chance für kompetentes Handeln in der Jugendhilfe verstanden werden. Zudem ermöglicht es Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeit. In den letzten Jahren sind hierzu in Deutschland mehrere Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekte durchgeführt worden.

    Risikomanagement im Jugendamt bezieht sich immer auf die gesamte Organisationsstruktur und -kultur des Jugendamtes mit allen Verantwortungsebenen. Anliegen der Tagung ist es daher, einen fachlichen Diskurs und Erfahrungsaustausch darüber anzuregen, wie alltagstaugliche Fehleranalysen zur Verfahrensoptimierung und Prozesssteuerung in Jugendämtern aussehen sollten. Wichtig in diesem Kontext ist es darüber hinaus, sich gleichzeitig mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Erkenntnisse der Risiko-/Fehleranalyse von der Fallebene auf die Organisationsebene "übersetzt" werden können. D. h., welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen sollten von den Führungskräften für die Gesamtorganisation Jugendamt aus dem Fehlermanagement gezogen werden?

    Wichtige Einzelfragen der Veranstaltung sind deshalb:

    - Welches Verständnis von Risikomanagement haben Sie als Leitungskräfte in den Jugendämtern?

    - Welche Organisations-/Fehlerkultur muss vorherrschen, um Risiko-/Fehleranalysen möglich zu machen?

    - Wie ist vorzugehen, um ein Risikomanagementkonzept individuell auf das Jugendamt und dessen Bedürfnisse/Rahmenbedingungen zu entwickeln und umzusetzen?

    - Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus den bisherigen Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekten ableiten? Welche Instrumente für ein Risikomanagement gibt es? Haben die Jugendämter (schon) das "richtige, alltagstaugliche Rüstzeug"?

    - Führen mit Risiko: Wie gehen andere Professionen, z.B. die Medizin, damit um?

    Wir laden Sie, die Leiter/innen von Jugendämtern und ASDs ein, sich an dieser Debatte in Berlin zu beteiligen und ihre Erfahrungen mit Führungskräften aus anderen Jugendämtern zu diskutieren.

    Leitung:
    Dipl.-Soz. Kerstin Landua

    Teilnehmerkreis:
    Leiterinnen und Leiter von Jugendämtern und Sozialen Diensten

    Programmflyer/Konditionen:
    http://www.fachtagungen-jugendhilfe.de/veranstaltungen/2012-04-18-programm.phtml

    Veranstalter und Veranstaltungsort:
    Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik (AGFJ)


    Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
    Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut - mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) - bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.


    Der Text ist selbstverständlich frei zum Abdruck - über ein Belegexemplar bzw. einen Beleglink würden wir uns sehr freuen!


    *************************************************
    Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
    Sybille Wenke-Thiem
    Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Zimmerstraße 13-15, 10969 Berlin
    ----
    Telefon: + 49 (0) 30 39001-209
    Telefax: + 49 (0) 30 39001-130
    ----
    E-Mail: wenke-thiem@difu.de
    ---
    Difu-Website:
    http://www.difu.de

    Vernetzen Sie sich mit uns über Facebook:
    https://www.facebook.com/difu.de

    Difu im informationsdienst wissenschaft (idw)
    http://www.idw-online.de/de/pressreleases225

    Difu-Portal zu kommunalen Themen
    http://www.kommunalweb.de
    **************************************************

    Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
    Sitz Berlin, AG Charlottenburg, HRB 114959 B

    Geschäftsführer: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann


    Weitere Informationen:

    http://www.fachtagungen-jugendhilfe.de
    http://www.fachtagungen-jugendhilfe.de/veranstaltungen/2012-04-18-programm.phtml


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medizin, Pädagogik / Bildung, Politik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).