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24.02.2012 15:09

Start des kooperativen Forschungskollegs „FamiLe“ von Uni Witten/Herdecke und Hochschule Osnabrück

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Bundesbildungsministerium fördert Pilotprojekt für neue Zusammenarbeit verschiedener Hochschultypen

    Das neu gegründete Forschungskolleg „FamiLe – Familiengesundheit im Lebensverlauf“ feierte am 23. Februar 2012 seine Eröffnung. „Nicht nur fachlich ist das Vorhaben innovativ, sondern ebenso werden hier erstmals neue Strukturen in der Zusammenarbeit verschiedener Hochschultypen erprobt“, sagte Prof. Andreas Bertram, der Präsident der Hochschule Osnabrück, bei der Eröffnungsfeier in der Universität Witten/Herdecke (UW/H).

    Denn das kooperative Forschungskolleg der Hochschule Osnabrück und der UW/H ist eines der sieben Gewinner, die sich im vergangenen Jahr im bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt haben und als erste in das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Programm „Forschung an Fachhochschulen“ aufgenommen wurden. „Diese hohe Auszeichnung für beide Hochschulen führt unsere speziellen Forschungsstärken zusammen und bringt unsere langjährige Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich auf eine neue Ebene“, lobte Prof. Dr. Stefan Wirth, Dekan der Fakultät für Gesundheit an der UW/H. Genau dies ist Ziel des neu aufgelegten Förderprogramms, das Partner aus unterschiedlichen Hochschultypen für die gemeinsame Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zusammenführen soll.

    „Für unsere Absolventinnen und Absolventen heißt das, dass sie erstmals ohne Umwege im Forschungsgebiet der Familiengesundheit promovieren und auch direkt von Osnabrücker Professoren als Erstbetreuer im Promotionsverfahren begleitet werden“, erklärt die Osnabrücker Sprecherin des Forschungskollegs, Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein.

    Die Förderung umfasst zwölf Promotionsstellen und zwei PostDocs für jeweils drei Jahre. Der fachliche Hintergrund der neun Kollegiatinnen und drei Kollegiaten zeigt die Vielfältigkeit des interdisziplinären Ansatzes des Forschungskollegs.

    Dabei konzentrieren sich die Wissenschaftler in Osnabrück auf die zwei Themenbereiche „Junge Familien in der Familienbildungsphase“ und „Familie im gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungssystem“. In Witten stehen „Krankheitsbewältigung in Familien unter spezieller Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen“ und „Familie in der letzten Lebensphase“ im Fokus.

    Die Betreuung erfolgt jeweils durch ein Tandem, das von Professorinnen und Professoren beider Hochschulen gebildet wird. Auf Osnabrücker Seite sind neben Friederike zu Sayn-Wittgenstein die Professoren Claudia Hellmers, Andreas Büscher und Martin Moers eingebunden, in Witten der Sprecher Prof. Dr. Wilfried Schnepp und Juniorprofessorin Sabine Metzing.

    Neben der Begleitung von Promotionen verfolgt das Forschungskolleg das Ziel, umfassende Erkenntnisse zu Fragen der Familiengesundheit zu generieren und somit die Wissenschaftsentwicklung in der Pflege- und Hebammenwissenschaft in diesem Bereich zu fördern. Ausgehend von einer Lebenslaufperspektive werden in dem Forschungskolleg Gesundheit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit in Familien untersucht. Die Ergebnisse sollen für die Praxisdisziplinen Pflege und Geburtshilfe nutzbar gemacht werden, um Konzepte zur Stabilisierung und Unterstützung von Familien in den verschiedenen Phasen des Lebensverlaufs – von der Schwangerschaft bis zum Ende des Lebens – zu entwickeln. Damit trägt das Forschungskolleg der großen Bedeutung von Familien bei Krankheitsbewältigung sowie Gesundheitsförderung Rechnung und hat somit eine hohe gesellschaftliche Relevanz.

    Weitere Informationen:
    - Osnabrücker Sprecherin Prof. Dr. Frederike zu Sayn-Wittgenstein
    f.wittgenstein@hs-osnabrueck.de; Tel.: 0541/969-2024
    - Wittener Sprecher Prof. Dr. Wilfried Schnepp:
    wilfried.schnepp@uni-wh.de; Tel.: 02302/926-360

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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