idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
02.03.2012 15:43

Musik auf dem letzten Weg

Sabrina Lieb Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
SRH Hochschule Heidelberg

    Dass Musik heilen kann, ist längst bekannt. Was aber, wenn ein Patient unheilbar krank ist? Musiktherapeuten der SRH Hochschule Heidelberg setzen die Klänge auch in der Sterbebegleitung ein

    Dass Musik heilen kann, ist längst bekannt. Mittlerweile wird sie in vielen medizinischen Bereichen erfolgreich eingesetzt. So hilft sie beispielsweise bei der Behandlung von Kopfschmerzen, Tinnitus oder Depressionen. Was aber, wenn ein Patient unheilbar krank ist? Musiktherapeuten der SRH Hochschule Heidelberg setzen die Klänge auch in der Sterbebegleitung ein. Die Behandlung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg und kommt bei Patienten auf der Palliativstation des Krankenhauses St. Vincentius zum Einsatz.

    Denn auch in der Abschiedsphase des Lebens werden durch die Klänge noch wichtige Gefühlsimpulse beim Patienten angeregt: „Musik hat eine beruhigende und angstlösende Wirkung. Es können Emotionen und Erinnerungen ausgelöst werden, die wichtig für die Trauerbewältigung und das Loslassen vom Leben sind“, so Prof. Dr. Alexander Wormit, Musiktherapeut an der musiktherapeutischen Ambulanz der SRH Hochschule Heidelberg. Auch körperliche Symptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Schwindel könnten durch die Musik verringert werden.

    Je nach Krankheitszustand des Patienten wird die Musiktherapie rezeptiv, das bedeutet der Therapeut spielt für den Patienten, oder aktiv durchgeführt. Bei letzterem steht das gemeinsame Musizieren oder Singen mit dem Patienten im Vordergrund: „Zum Einsatz kommen verschiedene Saiten- und Klanginstrumente wie Klangschalen, Gitarren oder auch die Kantele, ein harfenähnlichen Instrument aus Holz“, so Wormit.

    Wie lange eine Behandlung dauert ist vom Erkrankungsstadium des Patienten abhängig. Angeboten werden sowohl einmalige Behandlungseinheiten als auch eine intensive, tägliche Betreuung in der Sterbephase. Die Dauer einer Sitzung kann von fünf Minuten bis eineinhalb Stunden variieren. Da in der Phase des Abschiednehmens nicht nur die Betroffenen selbst sondern auch deren Angehörige leiden, können diese auch in die Therapie miteinbezogen werden.

    Informationen zur Musiktherapie in der Palliativmedizin erhalten Interessierte bei der Musiktherapeutischen Ambulanz der SRH Hochschule Heidelberg unter 06221 88-4159 oder unter mth-ambulanz@fh-heidelberg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fh-heidelberg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Medizin, Musik / Theater
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).