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06.03.2012 13:28

Lebensqualität auf Knopfdruck

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Wer möchte nicht bis ins hohe Alter selbstbestimmt leben? Möglich wird dies durch technische Hilfsmittel. Im Mittelpunkt stehen hierbei Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living, AAL), die älteren und kranken Menschen das Leben erleichtern. Sie schützen vor Stürzen im Haushalt, versenden bei Bedarf Notrufsignale oder befähigen Querschnittsgelähmte zu laufen. Bisher sind solche Produkte im Alltag noch nicht ausreichend verbreitet.

    Pro Weiterbildung
    Damit sie sich etablieren, braucht es kompetente Vermittler, Unternehmen und Beschäftigte. Daher entwickeln Arbeitswissenschaftler der RUB ein neues Aus- und Weiterbildungskonzept namens ProWAAL (Pro Weiterbildung AAL). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das vor kurzem gestartete Programm für drei Jahre mit einer Summe von über 620.000 Euro.

    Praxisnahe Weiterbildung
    Für den Umgang mit dieser Technik vermittelt das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Herrmann (Informations- und Technikmanagement) die entsprechenden Qualifikationen. Es soll beispielsweise Fachkräften Wege aufzeigen, Menschen mit diesen Hilfsmitteln besser vertraut zu machen und ihnen die Unsicherheiten im Umgang mit ihnen zu nehmen. Die Forscher entwickeln Weiterbildungsmaßnahmen für Führungs- und Fachkräfte in AAL-Tätigkeitsfeldern. “Zudem gilt es Akzeptanzprobleme zu überwinden, die den Einsatz der Techniken verhindern“, so Prof. Herrmann. Die Forscher kombinieren dabei Präsenzveranstaltungen mit den direkten Erfahrungen am Arbeitsplatz und verbinden diese durch ein IT-basiertes Lehr- und Lernkonzept miteinander.

    Ohne Partner geht es nicht
    Zielgruppe des Projekts sind Ärzte, Pflegepersonal, Ingenieure und Personen aus dem Sozial- oder Dienstleistungsbereich. Um den Transfererfolg des Programms sicherzustellen, verknüpft das Qualifizierungsprogramm die Kompetenzen der Universitäten, Akademien und Forschungsinstitute mit denen der Industrie. Da Kunden gerne alles aus einer Hand erhalten, ist ein Partner dabei besonders wichtig: „Um das Potential der neuen Technologien zu nutzen steht das Handwerk vor einer großen Herausforderung. Daher ist eine praxis- und bedürfnisorientierte Weiterbildung, wie die von ProWAAL, von zentraler Bedeutung“, sagt Alexander Baden, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz. Zudem besteht eine Kooperation mit dem IMO-Institut und den Unternehmen Ontaris und Alere.

    Weitere Informationen
    Dr. Martin Kröll, Institut für Arbeitswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, 0234/32-23293, martin.kroell@rub.de
    Yvonne Borowiak, M.A. soc., Institut für Arbeitswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, 0234/32-27725, yvonne.borowiak@rub.de

    ProWAAL Kurzinfo
    http://www.iaw.rub.de/mam/iaw/content/presse/prowaal_kurzinfo_2011.pdf

    Redaktion: Marie-Astrid Reinartz


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Studium und Lehre, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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