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09.05.2012 14:43

Fraunhofer in Korea

Britta Widmann Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft

    Die Internationalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft schreitet fort. Europas größte Organisation für angewandte Forschung baut nun auch in Korea ihre Aktivitäten aus. Dem unlängst gestarteten »Fraunhofer Project Center for Biopharmaceutical Research« in Südkorea steht bei erfolgreichem Aufbau nun auch der Weg offen zu einem Fraunhofer Center unter dem Dach einer Tochtergesellschaft – Fraunhofer Korea Research. Ein Mandat dies mit den koreanischen Zuwendungsgebern zu verhandeln, erteilte der Senat mit einem entsprechenden Beschluss auf seiner Sitzung am 8. Mai.

    Mit einem Wirtschaftswachstum von über 6 Prozent ist Südkorea einer der dynamischsten und wirtschaftlich stabilsten Staaten Asiens. Für Europa ist das Land ein wichtiger Handelspartner. Deutschland exportiert Waren im Wert von 14,3 Milliarden Dollar nach Korea. Seit Juli 2011 gibt es ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea – das erste mit einem asiatischen Land.

    Deutschland ist wichtigster europäischer Handelspartner und gleichzeitig einer der größten Investoren. Vor allem Pharma- und Chemieunternehmen sind in Südkorea seit langem präsent. Das Interesse der Industrie macht das Land auch für die Fraunhofer-Gesellschaft attraktiv. Als Organisation für angewandte Forschung muss sie präsent sein, wo die Industriekunden sind, muss die kulturellen Besonderheiten und die spezifischen Anforderungen der Märkte kennen, um kompetent beraten und Forschungsdienstleistungen anbieten zu können.

    Das internationale Engagement zahlt sich aus: Im Geschäftsjahr 2011 hat Fraunhofer mit internationalen Partnern 200 Millionen Euro – ohne Lizenzerträge – umgesetzt. Dies entspricht einem Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. In Asien stiegen die Erträge um 5,3 Prozent auf 18 Millionen Euro. Der Anstieg ging vor allem auf intensive Geschäftsbeziehungen mit Japan, China und Südkorea zurück.

    Interessant ist die Region aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht: Die Länder Asiens investieren immer stärker in Bildung und Forschung. Ihr Innovationspotenzial steigt rasant an. Wer teilnehmen will an dieser Entwicklung, der muss vor Ort sein, Dialog und aktive Zusammenarbeit suchen.

    Auslandserfahrung als Erfolgsrezept
    Um Kompetenzen in den wissenschaftlich und wirtschaftlichen Brennpunkten der Welt zu sammeln, hat Fraunhofer in den letzten Jahrzehnten mehrere Töchter gegründet: Fraunhofer USA, Fraunhofer Austria, Fraunhofer Portugal und Fraunhofer Italia und Fraunhofer Chile. Unter deren Dächern sind verschiedene Center angesiedelt, die ihrerseits mit den besten Forschungseinrichtungen der Gastländer kooperieren.

    Weiter vorangetrieben wird die Internationalisierung auch durch Fraunhofer Project Center, zeitlich befristete Kooperationen zwischen einem Fraunhofer-Institut und einer Forschungseinrichtung im Ausland. Solche Project Center sind bereits etabliert in Australien, Brasilien, Griechenland, Kanada, Polen, Singapur und Ungarn. In Korea wurde unlängst das Fraunhofer Project Center for Biopharmaceutical Research in der Provinz Jeollanamdo eingerichtet. Aufgebaut wird dieses vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und angewandte Oekologie IME. Finanzieller Träger der Einrichtung ist das koreanische Ministry of Education, Science and Technology (MEST), das Biotechnologie als einen der wichtigsten Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts identifiziert hat.

    Das Ziel des neuen Project Centers ist es, Impfstoffe zu entwickeln und zu optimieren, neue Wirkstoffe für Medikamente zu untersuchen und Techniken zu finden, die diese noch effektiver machen. Die Fraunhofer-Forscher werden dabei eng mit den exzellenten biologischen und biopharmazeutischen Instituten vor Ort zusammenarbeiten.


    Weitere Informationen:

    http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2012/mai/fraunhofer-in-ko... Ansprechpartner


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Chemie, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


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