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16.05.2012 09:17

Humboldt-Professur für Diabetesforschung an Helmholtz Zentrum München

Susanne Eichacker Kommunikation
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

    Neuherberg, 16.05.2012. Die Alexander von Humboldt-Professuren wurden gestern in Berlin verliehen. Eine der begehrten Stellen ging an Prof. Matthias Tschöp, einen der international führenden Experten für Stoffwechselkrankheiten. Er leitet am Helmholtz Zentrum München das Institut für Diabetes und Adipositas und übernimmt den Lehrstuhl für Diabetesforschung / Insulinresistenz der Technischen Universität München.

    Prof. Matthias Tschöp hat gestern in Berlin offiziell die Alexander-von-Humboldt-Professur entgegen genommen. Der Experte für Stoffwechselforschung, der das Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München leitet, erhält als erster Mediziner den höchstdotierten internationalen Preis für Forschung in Deutschland.

    „München ist der führende Standort für Diabetesforschung in Deutschland, den wir gezielt weiter ausbauen. Mit Prof. Tschöp ist es uns gelungen, einen der auf diesem Gebiet weltweit renommiertesten Wissenschaftler für unser Zentrum zu gewinnen. Die Humboldt-Professur unterstreicht dies eindrucksvoll“, so Prof. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München. Das Verständnis der Entstehungsmechanismen von Diabetes mellitus und die Ableitung neuer Angriffspunkte für Diagnose, Therapie und Prävention sind Ziele des Helmholtz Zentrums München. Die Volkskrankheit Diabetes gehört zu den großen Herausforderungen für unsere Gesellschaft: Allein in Deutschland sind sechs bis acht Millionen Menschen von der Zuckerkrankheit betroffen. Bestehende Therapien können die Symptome der Erkrankung mildern, sie jedoch nicht heilen.

    Prof. Matthias Tschöp studierte und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität, bevor er als Post-Doc in einer internationalen pharmazeutischen Firma in den USA tätig war. Nachdem er als Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam gearbeitet hatte, ging er als Professor ans Institut für Stoffwechselerkrankungen der University of Cincinnati. Tschöp gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich der beiden Stoffwechselkrankheiten Diabetes und Adipositas. Sein Fokus liegt sowohl auf der Erforschung der molekularen Übertragungswege, die bei Diabetes und Insulinresistenz eine Rolle spielen, als auch auf neuen präventiven und therapeutischen Ansätzen.

    Weitere Informationen

    Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit fünf Millionen Euro der höchstdotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland. Der Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit ihr werden führende und im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen ausgezeichnet. Der Preis soll den herausragenden Forschern ermöglichen, als Humboldt-Professoren langfristig an deutschen Hochschulen zu forschen. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Jährlich werden bis zu zehn Preise verliehen. http://www.humboldt-foundation.de

    Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

    Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 26.000 Studierenden eine der führenden Universitäten Deutschlands. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance mit einem Forschungscampus in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet. http://www.tum.de

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    Ansprechpartner für die Medien

    Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg - Tel.: 089-3187-3946 - Fax: 089-3187-3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.humboldt-foundation.de - Informationen zur Alexander von Humboldt-Stiftung
    http://www.helmholtz-muenchen.de - Informationen zum Helmholtz Zentrum München
    http://www.tum.de - Informationen zur Technischen Universität München


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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