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25.05.2012 09:47

Sommerakademie für Integrative Medizin

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Studierende fordern eine Medizin mit Herz, Hand und Kopf

    Obwohl Patienten, Studierende und Ärzte vielfach den Einsatz von Integrativer Medizin wünschen, ist das Angebot an den deutschen Universitäten noch marginal. Das Erlernen von Empathie, dialogischen Fähigkeiten und die Reflexion des eigenen Handelns fehlen im Lehrplan nahezu vollständig. Viele Ärzte sind überlastet und können im heutigen System nicht so arbeiten, wie sie es wünschen. Dem möchte die Sommerakademie für Integrative Medizin, die vom 28. Juli bis zum 4. August 2012 an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) stattfinden wird, entgegenwirken.

    Zwar haben Studien gezeigt, dass der Großteil der Patienten sich eine komplementärmedizinische Behandlung wünscht, allerdings werden Studierende in diesem Bereich kaum ausgebildet. „Daran möchten wir mit unserem Angebot etwas ändern“, sagt Anne-Marie Schnell vom studentischen Organisationsteam. Zum dritten Mal findet die Sommerakademie mit 250 Beteiligten und einem achttägigen Programm am Campus der Universität Witten/Herdecke statt, größer und länger als zuvor. Anhand eines reichen Angebotes an Workshops, Podiumsdiskussionen, Plenumsvorträgen, einem Kunstprogramm, Exkursionen und Forschungskolloquien werden hier tragfähige Perspektiven für die Medizin der Zukunft entwickelt. Die Sommerakademie ist die größte und bekannteste Veranstaltung im deutschsprachigen Raum für die studentische Ausbildung der Integrativen Medizin.

    „Wir fordern eine bessere Situation in der medizinischen Ausbildung, bei der Versorgung der Patienten sowie den Arbeitsbedingungen der Ärzte. Wir wollen die Methoden der Wissenschaft hinterfragen, neue Ansätze für ein wirtschaftliches und menschliches Gesundheitssystem schaffen und eine ‚glückliche’ Ausbildungssituation skizzieren“, sagt Pia Marie Hartmann, die kurz vorm Abschluss ihres Medizinstudiums steht.

    Seit Monaten bringt das achtköpfige Organisationsteam einen Großteil seiner Energie und Zeit ehrenamtlich in die Vorbereitungen der Akademie ein. Der Zuspruch und die Nachfrage sind groß. „Darum können wir bereits jetzt versprechen, dass es auch in diesem Jahr wieder eine wunderbare Sommerakademie für Integrative Medizin geben wird. Für eine Medizin mit Herz, Hand und Kopf!”, so Pia Marie Hartmann.

    Die Schirmherrschaft für das Projekt trägt Tankred Stöbe, Vorstandsvorsitzender der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen und Alumnus der UW/H.

    Consortium of Academic Health Centers for Integrative Medicine, 2004:
    „Integrative Medizin ist die Praxis der Medizin, die die Bedeutung der Beziehung zwischen Arzt und Patient betont, sich auf die ganze Person fokussiert, sich auf Evidenz stützt und alle relevanten therapeutischen Möglichkeiten, Gesundheitsberufe und –disziplinen nutzt“.

    Weitere Informationen:
    www.medizinmitherzundhand.de
    Kontakt: info@medizinmitherzundhand.de

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.


    Weitere Informationen:

    http://www.medizinmitherzundhand.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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