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01.06.2012 12:36

Meilenstein der Diagnostik: Bildgebung ermöglicht erstmals nichtinvasive 360°-Einblicke

Susanne Eichacker Kommunikation
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

    Neuherberg, 01.06.2012. Strukturen detailgenau bestimmen und im lebenden Organismus lokalisieren das ist Forschern des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München erstmals gelungen: durch die Kombination von Computertomografie* (XCT) und Fluoreszenztomographie* (FMT) ermöglichen sie eine 360°-Ansicht. Der kombinierte Einsatz der zwei bewährten bildgebenden Verfahren bietet große Möglichkeiten für die nichtinvasive Diagnostik, etwa bei Lungenkrebs (online ahead of print Nature Methods).

    Gerade bei krankhaft verändertem Gewebe ist es wichtig, es genau zu lokalisieren. Das können Prof. Vasilis Ntziachristos und Prof. Martin Hrabé de Angelis und ihre Mitarbeiter vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München nun: Sie kombinierten Computertomografie und Fluoreszenztomographie und bekamen dadurch wesentlich bessere Ergebnisse als mit der jeweils einzelnen Methode. Bei lebenden Mäusen war es so möglich, Lungenkrebs zu diagnostizieren und das Knochenwachstum zu beobachten.

    „Wir können mit unserer Neuentwicklung viel genauer diagnostizieren, wo Gewebe verändert ist,“ so Ntziachristos, Leiter des Instituts für Medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München. In weiteren Schritten wollen die Wissenschaftler die in-vivo-Methode weiter verfeinern, um ihren Einsatz in der präklinischen Diagnostik auch am Menschen zu ermöglichen.

    Weitere Informationen

    Hintergrund
    * Computertomografie (XCT): bei der Computertomografie werden verschiedene, mithilfe von Röntgenstrahlen aufgenommene Bilder durch einen Computer zusammengefügt, sodass ein räumlicher Eindruck der untersuchten Strukturen entsteht
    * Fluoreszenztomographie (FMT): mittels eines fluoreszenten Stoffes, der verabreicht wird, kann die Verteilung des Stoffes im Gewebe und damit auch das Organ selbst, dreidimensional erfasst werden

    Das Projekt wurde mit der Nummer 201 792 im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogrammes von der Europäischen Kommission gefördert. Mehr Information unter: http://www.fmt-xct.eu

    Original-Publikation:
    Ale A. et al. (2012). FMT-XCT: in vivo animal studies with hybrid fluorescence molecular tomography-X-ray computed tomography, Nature Methods, doi: 10.1038/nmeth.2014. [Epub ahead of print]

    Link zur Fachpublikation
    http://www.nature.com/nmeth/journal/vaop/ncurrent/full/nmeth.2014.html

    Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

    Das Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung (IBMI) erforscht In-Vivo-Bildgebungstechnologien für die Biowissenschaften. Es entwickelt Systeme, Theorien und Methoden zur Bildgebung und Bildrekonstruktion sowie Tiermodelle zur Überprüfung neuer Technologien auf der biologischen, vorklinischen und klinischen Ebene. Ziel ist es, innovative Werkzeuge für das biomedizinische Labor, zur Diagnose und dem Therapie Monitoring von humanen Erkrankungen bereit zu stellen.http://www.helmholtz-muenchen.de/en/ibmi/

    Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich Klinikum rechts der Isar) und 26.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance mit einem Forschungscampus in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet. http://www.tum.de

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    Ansprechpartner für die Medien

    Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel.: 089-3187-3946 - Fax: 089-3187-3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

    Fachlicher Ansprechpartner

    Prof. Vasilis Ntziachristos, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) / Technische Universität München, Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg, Tel. 089 3187-3852, E-Mail: v.ntziachristos@tum.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fmt-xct.eu - weitere Informationen zum Projekt
    http://www.nature.com/nmeth/journal/vaop/ncurrent/full/nmeth.2014.html - Link zur Fachbublikation
    http://www.helmholtz-muenchen.de - weitere Informationen zum Helmholtz Zentrum München
    http://www.helmholtz-muenchen.de/en/ibmi/ - weitere Informationen zum Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung (IBMI)am Helmholtz Zentrum München
    http://www.tum.de - weitere Informationen zur Technischen Universität München (TUM)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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