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14.06.2012 11:16

Erster Mediziner im interprofessionellen Team der hsg

Dr. Christiane Krüger Pressestelle
Hochschule für Gesundheit

    Die Hochschule für Gesundheit (hsg) zählt seit Anfang Juni 2012 erstmals einen Mediziner zum Team der Professorenschaft. Prof. Dr. med. Andreas Seidel ist Kinder- und Jugendarzt und hat seine Schwerpunkte in den Bereichen Sozial- und Neuropädiatrie.

    Prof. Seidel hat in Niedersachsen das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) Celle mit integrierter Epilepsieambulanz für Kinder und Jugendliche von 2004 bis Ende Mai 2012 geleitet. Seidel war nach seiner klinischen Ausbildung in der Universitätsklinik Lübeck von 1996 bis 1999 in die Klinik für Kinder und Jugendliche nach Celle gewechselt. Im SPZ arbeitete er als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und komplettierte von 2001 bis 2004 seine sozial- und neuropädiatrische Ausbildung. Seit 2007 ist er Mitglied im Bundesvorstand der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung (VIFF e.V.).

    „Im Gesundheitsbereich ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erst komplett, wenn die fachliche Kompetenz der Ärzte einbezogen wird. Deshalb freue ich mich, den ersten Mediziner an die hsg berufen zu haben. Es ist ein großer Gewinn für die Zusammenarbeit der hsg-Wissenschaftler, dass dieser Mediziner zudem eine besondere Kompetenz im Bereich der Interdisziplinarität mitbringt. Unsere Hochschule kann an jeder Schnittstelle zu unseren fünf Studiengängen Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie von seiner Kompetenz profitieren“, erklärte hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs.

    „Aus meiner beruflichen Praxis und meinen Lehrtätigkeiten sind mir interdisziplinäres Arbeiten und Lernen bereits bestens vertraut“, sagte Prof. Seidel heute in Bochum und weiter: „Ich freue mich, diese Erfahrungen und Kenntnisse an der hsg in Bochum gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in Lehre und Forschung einbringen zu können.“ In Lehre und Forschung plant Seidel auch Kooperationen mit der Universitätsklinik in Bochum (insbesondere im Bereich Neuropädiatrie) sowie mit Sozialpädiatrischen Zentren und Frühförderstellen.

    Während die Neuropädiatrie sich mit Krankheiten des Nervensystems beschäftigt, handelt es sich bei der Sozialpädiatrie um eine Querschnittswissenschaft, die sich mit Beziehungen zwischen Gesundheit, Krankheit und Entwicklung von Kindern einerseits und den äußeren Lebensbedingungen der Kinder anderseits befasst. Gesundheitsstörungen können durch angeborene oder erworbene organische Störungen oder psychosoziale Faktoren mitbestimmt werden. Prof. Seidel hat sich in den letzten Jahren schwerpunktmäßig mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (kurz ICF) beschäftigt, die ein Rahmenkonzept und eine gemeinsame Sprache bietet, um Störungen der Körperfunktionen und -strukturen, der Aktivitäten, der Teilhabe sowie der Umweltfaktoren bei Gesundheitsstörungen von Kindern zu erfassen.

    In Sozialpädiatrischen Zentren werden betroffene Kinder und Jugendliche durch ein Team, das sich aus Ärzten, Ergotherapeuten, Medizinischen Fachangestellten, Kinderkrankenschwestern, Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialpädagogen zusammensetzt, interdisziplinär und multiprofessionell behandelt.

    Seidel hatte Lehraufträge im Bereich Sozialmedizin und Kindesentwicklung im Jahr 2009 an der Fachhochschule Nordhausen und seit 2011 an der Medical School Hamburg. Der gebürtige Siegener ist verheiratet und hat vier Kinder.

    Kontakt: Prof. Dr. Andreas Seidel, Tel. +49 (0) 234 77727- 642, andreas.seidel@hs-gesundheit.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    regional
    Personalia
    Deutsch


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