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28.08.2012 17:08

Einsatz für die weltweite Verbesserung der Schmerztherapie

Dr. Eva Maria Wellnitz Wissenschaftskommunikation der Medizinischen Fakultät
Universitätsmedizin Mannheim

    Mannheimer Schmerzexperte Professor Treede designierter Präsident der Internationalen Schmerzgesellschaft

    Der Mannheimer Neurophysiologe Professor Dr. Rolf-Detlef Treede hat weltweit in Fachkreisen einen Namen als Schmerzexperte. Dies belegt eindrucksvoll seine Wahl zum designierten Präsidenten der Internationalen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP). Am 30. August 2012 wird er im Rahmen des 14. Weltkongresses des Schmerzes, der vom 27. bis 30. August in Mailand stattfindet, in das Amt eingeführt. In den kommenden sechs Jahren wird Professor Treede damit auch auf höchster internationaler Ebene dazu beitragen können, die Schmerztherapie zu verbessern. Denn an die zwei Jahre als designierter Präsident schließen sich jeweils zwei Jahre der Präsidentschaft sowie als Past-Präsident an.

    Professor Treede ist Inhaber des Lehrstuhls für Neurophysiologie innerhalb des Zentrums für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim (CBTM) an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Als Wissenschaftler befasst er sich mit der Physiologie des Schmerzes allgemein, sowie mit dem neuropathischen Schmerzsyndrom im Speziellen. In der Gremienarbeit ist Professor Treede erfahren. Von 2002 bis 2008 war er Mitglied des Beirats der IASP und von 2008 bis 2010 Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. Im Europäischen Dachverband, der European Federation of IASP Chapters (EFIC), leitet er außerdem eine Kommission, die sich auf politischer Ebene um die Verbesserung der Schmerztherapie im Europäischen Raum bemüht. Damit ist er auf das Amt des künftigen Präsidenten der IASP bestens vorbereitet.

    Die deutschen Schmerzexperten sind in den nächsten Jahren hervorragend innerhalb der IASP vertreten – und zwar mit starker Mannheimer Präsenz. Drei der insgesamt 15 Schmerzexperten, die den Beirat der internationalen Gesellschaft bilden, kommen aus Deutschland: Gleichzeitig mit Professor Treede ist Professor Dr. Herta Flor, Inhaberin der Professur für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und Präsidentin der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft e.V., in den Beirat der IASP gewählt worden, ebenso wie Professor Dr. Claudia Sommer, Leitende Oberärztin an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Würzburg. Professor Flor ist Expertin vor allem im Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie, wo sie wegweisende Arbeiten publiziert hat, sowie beim Thema Phantomschmerz. Dem Beirat gehört außerdem seit zwei Jahren Professor Dr. Ralf Baron an, der an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein die Sektion Neurologische Schmerzforschung und -therapie leitet.

    Was sind die Akzente, die Professor Treede in seinem Amt setzen will? Zum einen hält er es für ausgesprochen wichtig, dass sich alle auf dem Gebiet der Schmerztherapie tätigen Grundlagenforscher, Ärzte, Psychologen sowie das Pflegepersonal enger miteinander vernetzen, um gemeinsam die Schmerztherapie zu verbessern. Darüber hinaus plädiert er dafür, dass sich mehr medizinische Disziplinen um die Thematik Schmerz kümmern – etwa Rheumatologen, Onkologen und Kardiologen. Denn auch die „Organmediziner“ sollten wissen, wie sie schmerztherapeutisch behandeln können und wie die Chronifizierung von Schmerzen verhindert werden kann.

    International Association for the Study of Pain (IASP)
    Mit mehr als 7.000 Mitgliedern in 129 Ländern und 86 nationalen Verbänden ist die IASP der führende, internationale Fachverband im Bereich von Schmerzforschung und Schmerztherapie. Die Mitglieder der IASP gehören sämtlichen Berufen und Fachgruppen an, die sich mit der Erforschung, der Diagnostik oder der Behandlung von Schmerz beschäftigen. Die IASP bringt Wissenschaftler, Kliniker, Anbieter von Gesundheitsleistungen und politische Entscheidungsträger zusammen, um die Schmerzforschung zu fördern und deren Erkenntnisse für eine weltweit verbesserte Schmerztherapie nutzbar zu machen.


    Weitere Informationen:

    http://www.iasp-pain.org/ - International Association for the Study of Pain


    Anhang
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Kooperationen, Personalia
    Deutsch


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