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31.08.2012 11:30

50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie

Medizin - Kommunikation Medizinkommunikation
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

    Kinderchirurgen tagen zum 50. Jubiläum in Hamburg
    Ein halbes Jahrhundert Chirurgie im Dienste der Kleinsten
    Berlin/Hamburg – Fehlbildungen der Speiseröhre, ein Magenpförtnerkrampf, kein Darmausgang: Was früher für Neugeborene oft ein Todesurteil war, operieren Kinderchirurgen heute fast täglich erfolgreich und retten damit Leben. Über aktuelle Fortschritte in der Neugeborenenchirurgie, bei der Behandlung von Krebs und nach Unfällen, über Baucheingriffe und minimal-invasive Operationstechniken diskutieren Experten auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGKCH).

    Die Jubiläumstagung der DGKCH findet vom 13. bis 16. September 2012 im CCH-Congress Center in Hamburg statt.

    Eine zielgerichtete und schonende Versorgung der Patienten vom Frühgeborenen und Säugling bis zum Teenager ist nur möglich mit genauesten Kenntnissen der Wachstumsvorgänge, differenzierten Operationstechniken bis hin zur Schlüssellochchirurgie und individueller, kindgerechter Pflege und Betreuung. Dafür sorgen heute interdisziplinäre Teams aus Kinderärzten, Kinderanästhesisten, Kinderkrankenschwestern und Sozialarbeitern gemeinsam. Die ersten Kinderchirurgen waren zunächst Chirurgen, die sich die Operationen von Kindern zur Hauptaufgabe gemacht haben. „Dass sich die Kinderchirurgie damals als eigenes Fach aus der Erwachsenenchirurgie entwickelt hat, liegt in der Natur der Sache, denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, sagt DGKCH-Präsident Professor Dr. med. Jörg Fuchs aus Tübingen.

    Im Jahr 1882 eröffnete in Stuttgart die erste kinderchirurgische Abteilung in Deutschland. Pioniere der Kinderchirurgie wie Professor Fritz Rehbein aus Bremen brachten das Fachgebiet mit Ideen und großer Operationskunst weiter. Ab den 50-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erzielte er mit seinen innovativen OP-Methoden, den „Rehbeintricks“, bei der Behandlung von Kindern mit bislang unheilbaren Fehlbildungen bahnbrechende Fortschritte. Es dauerte bis 1963, dass sich mit der DGKCH in München eine Fachgesellschaft formierte, um die Kinderchirurgie wissenschaftlich, fachlich und beruflichen zu vertreten. Seit Anfang der 90er Jahre ist es in Deutschland möglich, sich zum Facharzt für Kinderchirurgie zu qualifizieren. Mit den Subspezialisierungen in der Kinderurologie, Kindertraumatologie und Neugeborenenchirurgie entwickelt sich das Fach seither stetig weiter.

    Damit trägt die Fachgesellschaft den besonderen Erfordernissen von kranken Kindern Rechnung. „Alle Therapien müssen speziell für die kleinen Patienten entwickelt und auf sie ausgerichtet sein“, betont Professor Fuchs im Vorfeld des Jubiläums-Kongresses in Hamburg. Denn immer gelte es, das Zusammenspiel verschiedener Organsysteme zu berücksichtigen, die noch wachsen und reifen, ergänzt der ärztliche Direktor der kinderchirurgischen Universitätsklinik Tübingen. „Wesentlich beigetragen zum Erfolg der Kinderchirurgie haben vor allem Forschung, permanente Entwicklung und Verbesserung chirurgischer Techniken, miniaturisierte Instrumente und genauere Diagnostik“, sagt der Experte. Auch Fortschritte in der Geburtsmedizin, in Kinderanästhesie und Kinderintensivmedizin trügen dazu bei. „Gemeinsam mit den Kollegen können wir Kinderchirurgen Früh- und Neugeborenen, Kleinkindern und Jugendlichen heute sicher und schonend exzellente operative Ergebnisse anbieten“. So würden heute in spezialisierten kinderchirurgischen Zentren routinemäßig minimalinvasive Eingriffe durchgeführt. „Das reicht von der Entfernung des Blinddarms bis hin zum Verschluss von Lücken im Zwerchfell“, so Fuchs. Über weitere Errungenschaften und Möglichkeiten der modernen Kinderchirurgie‚ etwa bei der Behandlung von Krebs berichtet Professor Fuchs im Rahmen einer Pressekonferenz der DGKCH am Freitag, 14. September 2012 in Hamburg.

    Mediziner aus allen Bereichen der Kinderchirurgie tagen vom 13. bis 16. September im CCH-Congress Center in Hamburg. Die DGKCH veranstaltet ihren Kongress im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, der Gesellschaften für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie sowie des Berufsverbandes der Gesundheits- und KrankenpflegerInnen. Das Kongressprogramm finden Sie unter http://www.dgkj2012.de

    Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
    Termin: Freitag, 14. September 2012, von 12.45 bis 13.45 Uhr
    Ort: CCH Hamburg, Saal C3/C4

    Ihre vorläufigen Themen und Referenten sind:

    Was Kinderchirurgie heute leistet - Die wichtigsten Fortschritte der letzten 50 Jahre
    Prof. Dr. med. Jörg Fuchs, Präsident DGKCH
    Ärztlicher Direktor der Kinderchirurgie und Kinderurologie mit Poliklinik am Universitätsklinikum Tübingen

    Mit High-End-Technik und Lupenbrille – Chirurgie bei Früh- und Neugeborenen
    Prof. Dr. med. Udo Rolle, Direktor der Kinderchirurgie am Klinikum und Fachbereich Medizin
    Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

    Downhill-biking, Skateboarding & Co. – (Neue) Verletzungen bei Trendsportarten für Kinder und Jugendliche
    Prof. Dr. med. Lucas Wessel, Direktor der Kinderchirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Mannheim (UMM)

    Kindgerechte Chirurgie trotz Spardiktat der Kassen – Wo Kinder und Eltern heute zu kurz kommen
    Prof. Dr. med. Stuart Hosie, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie am Städtischen Klinikum München

    Pressekontakt für Journalisten:
    Dr. Adelheid Liebendörfer und Corinna Spirgat
    Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Tel.: 0711 8931-173
    Fax: 0711 8931-167
    E-Mail: liebendoerfer@medizinkommunikation.org
    http://www.dgkch.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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