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06.09.2012 17:31

Den Tupfer bitte und einen Bachelor dazu

Jörg Portius Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm

    Ohne medizinisch-technische Assistenten läuft kein OP, keine Röntgenaufnahme, kein Labor. Erstmals in Deutschland können diese gesuchten Fachkräfte ihre Ausbildung nun in ein duales Bachelor-Studium integrieren. Möglich macht dies eine Kooperation der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim mit der Akademie für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums in Ulm.
    Auch für die Ausbildung im Bereich Pflege und für Hebammen gibt es neue integrierte duale Studienangebote, auch hier sind beide Einrichtungen mit dem bundesweit zweiten Angebot in einer Vorreiterrolle. Heute wurde in Ulm der Kooperationsvertrag unterschrieben.

    „Wir wollen mit unserem Engagement die Berufsfelder im Gesundheitswesen weiterentwickeln und durch die Akademisierung auch für Bewerber mit höheren Schulabschlüssen attraktiv machen“, erläutert Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. „Unsere beiden Einrichtungen mit ihrer großen Erfahrung sind für dieses Projekt ideale Kooperationspartner.“
    „Erst Mitte Juli betonte der Wissenschaftsrat auf seiner Tagung in Berlin die Notwendigkeit akademischer Ausbildungen in den Gesundheitsberufen, aufgrund der Zunahme an kranken und pflegedürftigen Personen. Unsere gemeinsame Kooperation kommt dieser Forderung nach“ ergänzt Prof. Träger, Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim.

    Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gesundheitswesen ist groß. Derzeit können rund 600 Vollkraftstellen im Operationsdienst aufgrund von Personalmangel nicht besetzt werden. „Die neuen dualen Studiengänge eröffnen die Möglichkeit, die praktisch und theoretisch fundiert ausgebildeten Fachkräfte direkt weiter im Klinikum einzusetzen und auch für Fach- und Führungspositionen vorzusehen“, freut sich Prof. Dr. Reinhard Marre, der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums.

    Der bundesweit einmalige „Bachelor of Science – Medizintechnische Wissenschaften“ kann mit vorliegender Hochschulreife nach einem Ausbildungsabschluss in Operationstechnischer Assistenz (OTA) oder Medizinisch-technischer Assistenz (MTA) – mit seinen drei Fachrichtungen Laboratorium (MTLA), Radiologie (MTRA) und Funktionsdiagnostik (MTAF) – erworben werden. Bei diesem Aufbaumodell schließt sich an die dreijährige medizintechnische oder operationstechnische Ausbildung ein dreisemestriges Studium an der Dualen Hochschule mit hohem Praxisanteil an. Damit Unterrichtsteile der dreijährigen Ausbildung als Teil des Studiums anerkannt werden können, wurde die Schulausbildung neu konzipiert.

    Der bundesweit zweite duale „Bachelor of Arts - Angewandte Gesundheitswissenschaften“ für Pflegekräfte und Hebammen wurde als Integrationsstudium konzipiert. Bereits im zweiten Ausbildungsjahr zur Pflegekraft oder Hebamme findet zusätzlich zur Berufsausbildung an der Akademie für Gesundheitsberufe in Ulm die akademische Ausbildung an der Dualen Hochschule Heidenheim statt und führt nach der dreijährigen regulären Ausbildungszeit in weiteren zwei Semestern zum Studienabschluss.

    Die Kurse für beide Studiengänge werden in den Räumen der Akademie für Gesundheitsberufe in Ulm angeboten. Auch in den Zeiten des Studiums sind die Studierenden am Universitätsklinikum oder bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt und erhalten eine Vergütung.

    „Wenn wir die Besten für das Gesundheitswesen begeistern wollen, müssen wir ihnen attraktive Ausbildungs- und Studienangebote mit passenden beruflichen Perspektiven bieten – genau das leisten wir mit unseren neuen Konzepten“, betont Apl. Prof. Dr. Karl-Heinz Tomaschko, Direktor der Akademie für Gesundheitsberufe am Universitätsklinikum Ulm. „Dank unseres abgestimmten Ausbildungs- und Studienkonzepts haben unsere Absolventen exzellente Berufsaussichten in Kliniken, bei niedergelassenen Ärzten, in Versorgungszentren und Pflegestützpunkten, in der biotechnologischen und pharmazeutischen Industrie sowie in der Gesundheitsfürsorge und -vorsorge“, erläutert Prof. Dr. Andreas Mahr, Prorektor und Dekan der Fakultät für Technik der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim.

    Der Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ steht erstmals für diejenigen offen, die ihre Ausbildung in der Pflege oder als Hebamme zum 1. Oktober 2012 an der Ulmer Akademie für Gesundheitsberufe starten. Sie können sich mit vorliegender Hochschulreife während ihres ersten Ausbildungsjahres für das integrierte Studium bewerben. Der Studiengang „Medizintechnische Wissenschaften“ startet zum Sommersemester 2013, hier kann sich jeder bewerben, der eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich OTA oder MTA sowie die Zugangsvoraussetzungen für ein Hochschulstudium hat.

    Stichwort: Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim
    Die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit Sitz des Präsidiums in Stuttgart und acht Hochschulstandorten ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Mit derzeit über 28.000 Studierenden, über 9.000 kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen sowie über 100.000 Absolventen zählt die DHBW zu den größten Hochschulen des Landes.
    www.dhbw-heidenheim.de

    Stichwort: Akademie für Gesundheitsberufe des Universitätsklinikums Ulm
    Die Akademie für Gesundheitsberufe bietet als größter Ausbilder der Region über 800 Schul – und Ausbildungsplätze in zehn Ausbildungsberufen des sozialen, technischen und therapeutischen Bereichs an. Hinzu kommen Kooperationen im Bereich Studium und Angebote in der Weiterbildung sowie der betrieblichen Gesundheitsförderung.
    www.akademie.uni-ulm.de

    Gerne vermitteln wir Ihnen Gesprächspartner, Pressekontakt:

    Dr. Jana Schliewe
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Duale Hochschule Baden-Württemberg, Heidenheim
    Marienstraße 20, 89518 Heidenheim
    Tel: 07321 – 2722 131
    Mail: schliewe@dhbw-heidenheim.de

    Petra Schultze I Jörg Portius
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Universitätsklinikum Ulm
    Albert- Einstein-Allee 29, 89081 Ulm
    Tel: 0731 – 500 43025 I 43043
    Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de; joerg.portius@uniklinik-ulm.de


    Anhang
    attachment icon Gruppenbild inkl. Namensnennung.

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung, Wirtschaft
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


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