idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
18.09.2012 11:53

Alle Experimente aus der Homöopathie-Grundlagenforschung in einer Datenbank

Frederik Betsch Pressestelle
Karl und Veronica Carstens-Stiftung

    Die kostenfreie Datenbank HomBRex verzeichnet Experimente aus der Grundlagenforschung zur Homöopathie von 1832 bis heute. Als einzige wissenschaftliche Datenbank beinhaltet sie Detailinformationen zu den Versuchsparametern.

    HomBRex ist ein Projekt der Karl und Veronica Carstens-Stiftung und steht für Homeopathy Basic Research experiments. Die Datenbank mit 1.700 Experimenten aus 1.270 Originalartikeln richtet sich an Naturwissenschaftler und wissenschaftlich interessierte Mediziner.

    Nahezu lückenloses Verzeichnis
    Ein Großteil der verzeichneten Versuche ist in anderen medizinischen Datenbanken nicht enthalten. So nimmt beispielsweise PubMed beinahe ausschließlich Artikel aus peer-reviewed Zeitschriften auf. HomBRex bietet hingegen einen nahezu lückenlosen Überblick über das gesamte Feld der Homöopathie-Grundlagenforschung – von 1832 bis heute. HomBRex wird laufend aktualisiert.

    Detailinformationen zu den Versuchsparametern
    Als einzige wissenschaftliche Datenbank hält HomBRex Detailinformationen zu den verzeichneten Experimenten aus der homöopathischen Grundlagenforschung parat. So erfährt der Nutzer, an welchem Organismus der Versuch durchgeführt, welche Substanz in welcher Potenzierung verwendet wurde, ob es sich um einen in vitro Versuch handelte und ob er verblindet wurde, oder nicht. Entsprechende Filter für die Suchabfrage stehen zur Verfügung.

    Leistungsstarkes Werkzeug zur Forschungsplanung
    Damit stellt HomBRex ein professionelles Werkzeug für Grundlagenforscher und Reviewschreiber dar, indem es sie in die Lage versetzt, sich einen gezielten Überblick über alle Versuche zu einem Thema zu verschaffen und diese auszuwerten. HomBRex hilft damit, Doppelexperimente zu vermeiden, zeigt, wo sich Versuchswiederholungen anbieten und welche Forschungsfragen bisher wenig repräsentiert sind.

    Die Nutzung von HomBRex ist kostenlos. Zur Registrierung wird lediglich eine E-Mail-Adresse benötigt.

    http://www.carstens-stiftung.de/hombrex

    Maßgeblich am Aufbau von HomBRex beteiligt war Dr. Henning Albrecht, Geschäftsführer der Carstens-Stiftung. In der aktuellen Ausgabe der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung (AHZ 05/2012) findet sich ein Interview mit Dr. Albrecht zum Thema.

    Hintergrund: Zum Stand der homöopathischen Grundlagenforschung
    Die Homöopathie ist das beliebteste komplementärmedizinische Verfahren in der deutschen Bevölkerung. Von Seiten der universitären Medizin werden die Effekte, die unter homöopathischer Behandlung auftreten, meist als Placeboeffekte eingestuft. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass die grundlegenden Wirkmechanismen der Homöopathie unbekannt sind.

    Dabei hat sich die Qualität der Publikationen zur Homöopathie-Grundlagenforschung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ein Nachteil ist allerdings, dass Studien, die hohe Standards erfüllen und durchaus zu positiven Ergebnissen kommen, bisher nicht unabhängig reproduziert wurden.

    Ebenso konzentriert sich die Grundlagenforschung stark auf die Frage, ob Hochpotenzen (hochgradig verdünnte Mittel) wirken, oder nicht, ohne Bezug zum Ähnlichkeitsprinzip, einem Grundpfeiler der homöopathischen Lehre. Die Frage "Gilt das Ähnlichkeitsprinzip?" (im Gegensatz zu "Wirken Hochpotenzen?") könnte daher ein leitendes Motiv zukünftiger Grundlagenforschung sein.


    Weitere Informationen:

    http://www.carstens-stiftung.de/hombrex - HomBRex
    http://www.thieme-connect.de/ejournals/toc/ahz - Allgemeine Homöopathische Zeitung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).