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12.10.2012 11:10

Forum Bioethik: Menschenrecht auf Gesundheit und Patentschutz – ein Widerspruch?

Ulrike Florian Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Ethikrat

    Forum Bioethik
    Menschenrecht auf Gesundheit und Patentschutz – ein Widerspruch?
    Der Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten in Entwicklungs- und Schwellenländern

    Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion

    Mittwoch, 21. November 2012, 18:00 Uhr s. t.
    Café Moskau (Bitte beachten Sie den abweichenden Veranstaltungsort!)
    Karl-Marx-Allee 34
    10178 Berlin
    (U5 Schillingstraße)

    Anmeldung erforderlich bis zum 14. November 2012 unter www.ethikrat.org.

    Für Hörgeschädigte stehen während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift sowie eine begrenzte Anzahl von Infrarotkonferenzempfängern und Induktionsschlingen zur Verfügung.

    Zum Thema

    Schwere Infektionskrankheiten, die vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern auftreten, machen insgesamt zehn Prozent der Weltkrankheitslast aus.

    Die pharmazeutischen Unternehmen konzentrieren sich oftmals auf die Erforschung von Medikamenten, die in den industrialisierten Ländern gewinnbringend vermarktet werden können. Der Patentschutz auf Medikamente kann dabei als Anreiz dienen, neue Wirkstoffe zu entwickeln. Neue unentbehrliche und lebensrettende Medikamente sind für die Menschen und Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern meist jedoch unerschwinglich, sodass ihnen der Zugang verwehrt ist. Gesundheit wird für sie zur Kostenfrage.

    Der Deutsche Ethikrat beschäftigt sich im Rahmen seiner Veranstaltung mit dem Spannungsverhältnis zwischen dem Menschenrecht auf Gesundheit und dem Patentschutz als Instrument des Anreizes bei der Entwicklung von Medikamenten zunächst aus ethischer und völkerrechtlicher Perspektive.

    Davon ausgehend, werden mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, von Nichtregierungsorganisationen und Pharmaunternehmen folgende Fragen diskutiert:
    - Sind Patente für die Sicherung der Medikamentenentwicklung erforderlich?
    - Wie können Medikamente unter Berücksichtigung des Menschenrechts auf Gesundheit und des Patentschutzes für alle Menschen gerecht zur Verfügung gestellt werden?
    - Welche Verpflichtung haben Pharmaunternehmen, die einzelnen Staaten und zwischenstaatliche Organisationen zur Bereitstellung von unentbehrlichen Medikamenten in Entwicklungs- und Schwellenländern?
    - Welche Möglichkeiten gibt es in der Bundesrepublik Deutschland, im Rahmen der öffentlich finanzierten Gesundheitsforschung auf die Entwicklung von Medikamenten für Entwicklungsländer hinzuwirken?

    18:00 Uhr
    Begrüßung
    Prof. Dr. med. Christiane Woopen • Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

    18:05 Uhr
    Der Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten in Schwellen- und Entwicklungsländern – ein Menschenrecht?
    Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion

    Referenten
    Prof. Dr. Albrecht Jahn, Universität Heidelberg
    Prof. Dr. phil. Corinna Mieth, Ruhr-Universität Bochum
    Dr. iur. Holger P. Hestermeyer, LL.M. (Berkeley), MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg

    Moderation
    Prof. Dr. iur. Silja Vöneky, Mitglied des Deutschen Ethikrates

    19:00 Uhr
    Forschung und Patentrecht bei unentbehrlichen Medikamenten – Müssen wir auch in Deutschland neue Wege gehen?
    Streitgespräch

    Teilnehmer
    Dr. med. Christiane Fischer, BUKO Pharma-Kampagne, Mitglied des Deutschen Ethikrates
    Dr. med. Cornelius Erbe, Verband forschender Arzneimittelhersteller
    Dr. med. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung

    Moderation
    Wolf-Michael Catenhusen, Stv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

    19:45 Uhr
    Diskussion mit dem Publikum

    Moderation
    Wolf-Michael Catenhusen, Stv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

    Schlusswort


    Weitere Informationen:

    http://www.ethikrat.org/veranstaltungen/forum-bioethik/menschenrecht-auf-gesundh... (Programm)
    http://www.ethikrat.org/veranstaltungen/forum-bioethik/anmeldung (Anmeldeformular)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Philosophie / Ethik, Politik, Recht
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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