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13.10.2012 13:54

Online-Unterstützung für depressive Herzpatienten

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    Vom 11. bis 13. Oktober 2012 findet in Hamburg die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt

    Herzpatienten mit einem implantierten Cardioverter-Defibrillator (ICD), die einen im Internet angebotenen „Depressionshelfer“ nutzen, haben deutlich weniger Ängste und depressive Symptome als ICD-Patienten ohne eine solche Online-Unterstützung. Das zeigt eine Studie des Klinikums Links der Weser, Bremen, die auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg (11. – 13. Oktober 2012) präsentiert wird.

    Trotz ihrer lebensrettenden Wirkung im Fall eines Herzstillstands verursachen implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren bei vielen Patienten eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Studien belegen, dass ICD-Patienten trotz des erfolgreichen Eingriffs häufig an Depressionen und Angst leiden.

    Die Bremer Wissenschaftler stellten ICD-Patienten für zwölf Wochen online das therapeutische Unterstützungsprogramm „Novego-Depressionshelfer“ zur Verfügung. Die Inhalte sind individualisiert und bieten für Patienten mit Herzerkrankungen, ICD- und Schrittmacher-Trägern individualisierte Inhalte, begleitet von psychologischen Gesprächen und Übungsfeedback. Zu den Inhalten gehören ärztlicher Rat von Kardiologen und Elektrophysiologen, Wissen über Herzerkrankungen, Ängste und Depression, sowie Übungen und Alltagstipps.

    ICD-Patienten hatten nach Absolvierung des Programms deutlich weniger Ängste und depressive Symptome. Weitere positive Effekte bei den Online-Patienten: Sie verändern stärker ihre Lebensweise, handeln aktiv gegen ihre Ängste und entwickeln eine hohe Akzeptanz des Defibrillators als lebensrettendes technisches Instrument. „Eine psychokardiologische Unterstützung ist auch in Internet-basierten therapeutischen Programmen möglich und kann eine effektive Unterstützung des Elektrophysiologen und Kardiologen bei der Nachbetreuung der Patienten bieten“, so die Schlussfolgerung der Autoren. „Die Vermeidung einer Aggravation von Ängsten und die Verbesserung der Lebensqualität sind erfolgversprechend.“

    Quelle: Muth-Seidel et al, Abstract PP126, Clin Res Cardiol 101, Suppl 2, 2012

    Kontakt:
    Pressestelle der DGK
    Achenbachstraße 43
    40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600692 - 51
    Fax: 0211 / 600692 - 10
    Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
    E-Mail: fleck@dhzb.de
    Christiane Limberg (Pressereferentin, Düsseldorf)
    E-Mail: limberg@dgk.org

    Während des Kongresses:
    Kongress-Pressebüro: Tel.: 040 / 3569-5300
    B & K Medien- und Kommunikationsberatung: 040 / 3569-5301

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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