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07.11.2012 15:00

Studentische Initiative der Uni Witten/Herdecke gewinnt Preis für besonderes soziales Engagement

Jan Vestweber Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Studentenwerk zeichnet „Future Doctors Network“ für Einsatz in der Medizinerausbildung in Albanien aus. Die Weiterförderung ist gesichert.

    Die studentische Initiative „Future Doctors Network“ an der Uni Witten/Herdecke (UW/H) hat gleich doppelten Grund zur Freude: Zum einen ist das Studierendenprojekt am Dienstag, den 6. November, mit dem Preis für besonderes soziales Engagement des Deutschen Studentenwerks ausgezeichnet worden. Zum anderen ist die Weiterförderung durch die Walter Gastreich Stiftung gesichert, die nun bis 2014 sechs weitere Seminare in Albanien und das Sommerprojekt 2013 finanzieren wird.

    Ziel der Initiative ist es, das Medizinstudium an der Universität Tirana in Albanien nachhaltig zu ergänzen und praktische Inhalte in das Studiensystem zu integrieren. Zu diesem Zweck führen die Studierenden – in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Arzt – jährlich drei Seminare zu den Themen Orthopädie, Neurologie und Innere Medizin in Tirana durch.

    „Uns geht es vor allem darum, uns mit den dortigen Studierenden auszutauschen und ihnen dabei zu helfen, praktische Fertigkeiten bei der Untersuchung von Patienten zu erlernen – auch ohne moderne und teure medizinische Geräte. Man kann Medizin eben auch durch die Nutzung seiner Sinne betreiben“, erläutert Marilena Pläcking vom FDN.

    Das Curriculum in Albanien sieht während des Studiums wenig Patientenkontakt vor und beschäftigt sich vornehmlich mit theoretischer Wissensvermittlung. Daher sind die jungen Ärzte oft gezwungen, ihren Beruf ohne ausreichende praktische Erfahrung auszuüben. Gerade in einem Land, wo technisch-medizinische Geräte wie zum Beispiel Röntgenapparate und EKG Mangelware sind und gleichzeitig zum Teil gesundheitlicher Notstand herrscht, ist allerdings eine gründliche körperliche Untersuchung der Patienten unerlässlich.

    Das ausschließlich von Studierenden organisierte Projekt existiert deshalb bereits seit 2002 und umfasst im Jahr drei bis vier Wochenendseminare in Albanien. Dabei fliegen vier Medizinstudierende der Organisation FDN und ein begleitender Arzt nach Tirana und geben Untersuchungskurse in den Disziplinen Neurologie, Innere Medizin und Orthopädie. Darüber hinaus werden jedes Mal Mitwirkende der albanischen Partnerorganisation OMA, ebenfalls Medizinstudierende an der Universität in Tirana, zu Tutoren ausgebildet, welche dann ihr Wissen weiter verbreiten.

    Das nächste Seminar in Albanien in diesem Monat sowie das zweite Sommerprojekt im August und September 2013 stecken bereits mitten in der Planung. Wie beim ersten, sehr erfolgreichen Testlauf 2011 werden erneut neun albanische Studierende und ein ärztlicher Dozent zehn Tage in Deutschland verbringen. Gefüllt werden diese Tage mit einer Mischung aus medizinischer Fortbildung, dem Sammeln kultureller Eindrücke und freundschaftlichem Austausch.

    „Über die Auszeichnung des Studentenwerks freuen wir uns sehr“, sagt Marilena Pläcking. „Wir sehen den Preis auch als Anerkennung der Arbeit an, die die Wittener Studierenden seit vielen Jahren in diesem Bereich leisten.“ Dotiert ist der Studentenwerkspreis mit 2.500 Euro. Geld, das die Initiative gut gebrauchen kann. „Damit werden wir vor Ort Material anschaffen“, kündigt Pläcking an.

    Weitere Fotos zum Herunterladen finden Sie auf der Seite www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/studentische-initiative-der-universitaet-wittenherdecke-gewinnt-preis-fuer-besonderes-soziales-enga

    Weitere Informationen zum Future Doctors Network: www.uni-wh.de/universitaet/studentische-initiativen/future-doctors-network
    Weitere Informationen zu studentischen Initiativen an der UW/H: www.uni-wh.de/universitaet/studentische-initiativen
    Kontakt: kontakt@futuredoctorsnetwork.de. Die Handynummern der studentischen Verantwortlichen erhalten Sie in der Pressestelle der UW/H unter 02302 / 926-946 oder 02302 / 926-805.

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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