idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
13.11.2012 15:13

Auf der Suche nach Arzneimittelfälschungen

Robert Emmerich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Dr. Eliangiringa Kaale, Dozent an der Muhimbili-Universität in Dar es Salaam, Tansania, wird für ein Jahr am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie im Arbeitskreis von Professor Ulrike Holzgrabe forschen. Sein Aufenthalt wird von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung finanziert.

    Viele afrikanische Länder südlich der Sahara haben ein großes Problem mit der Arzneimittelversorgung. Korruption und andere Unregelmäßigkeiten sind dafür verantwortlich, dass immer wieder Arzneistoffe sehr schlechter Qualität oder Arzneimittel ohne Wirkstoff auf den Markt gelangen. Dies gilt insbesondere für Antibiotika und Antimalariamittel. Der Prozentsatz an Arzneimittelfälschungen ist in vielen Ländern höher als 50 Prozent.

    Um solche Fälschungen aufzudecken, bedarf es einerseits einfacher Methoden, um sie vor Ort schnell anwenden zu können. Andererseits müssen diese Methoden aber auch sehr empfindlich sein, um die Qualität nachhaltig zu sichern, was sie in der Regel vergleichsweise recht aufwändig macht.

    Zur Person: Eliangiringa Kaale

    Eliangiringa Kaale wird während seines Aufenthalts an der Universität Würzburg neue kapillarelektrophoretische Methoden entwickeln, mit deren Hilfe sich auch kleinste Mengen an Verunreinigungen nachweisen lassen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen dabei sogenannte Fluorchinolone.

    Kaale hat in Dar es Salaam Pharmazie studiert und an der Katholischen Universität in Leuwen, Belgien, sowohl einen Mastergrad erlangt als auch promoviert. Nach einer Postdoc-Zeit an der Stellenbosch-Universität in Südafrika ist er als Lecturer an seine Heimatuniversität in Dar es Salaam zurückgekehrt, wo er heute das Department Pharmacy Research & Development leitet. Zudem kümmert er sich sehr um die Belange der Arzneimittelsicherheit in Afrika.

    Kontakt

    Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe, T: (0931) 3185460,
    u.holzgrabe@pharmazie.uni-wuerzburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Chemie, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).