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07.12.2012 14:42

MDC feiert 20-jähriges Bestehen

Barbara Bachtler Pressestelle
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

    Mit einem Festakt zu „Forschung und Verantwortung“ hat das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch am Freitag, den 7. Dezember 2012, sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Festrede im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) hielt Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Weiter nahmen an der Veranstaltung die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer, Prof. Jürgen Mlynek, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, zu dem das MDC gehört, sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wissenschaft teil.

    Prof. Walter Rosenthal, Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des MDC wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass das MDC vor 20 Jahren gegründet wurde, um Grundlagenforschung und klinische Forschung miteinander zu verbinden. „Ich sehe in der Übersetzung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung eine der größten Herausforderungen unserer gemeinsamen Arbeit mit der Charité“. Ab 2013 biete sich die „einmalige Chance“, die langjährige Zusammenarbeit von MDC und Charité mit dem „Berliner Institut für Gesundheitsforschung“ auf eine neue inhaltliche und strukturelle Grundlage zu stellen. Prof. Rosenthal dankte in diesem Zusammenhang Bundesforschungsministerin Schavan und dem ehemaligen Wissenschaftssenator von Berlin, Jürgen Zöllner, dieses Projekt mit Beharrlichkeit auf den Weg gebracht zu haben. Prof. Rosenthal würdigte auch die Arbeit von MDC-Gründungsdirektor Prof. Detlev Ganten und dessen Nachfolger Prof. Walter Birchmeier. „Ohne ihre kluge und vorausschauende Aufbau- und Berufungspolitik stünde das MDC heute nicht da, wo es jetzt nach dem Ranking von Thomson Reuters ist: auf Platz 14 der 20 weltbesten Forschungseinrichtungen im Bereich der Molekularbiologie und Genetik.“

    Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte in ihrer Festrede: „Hier ist mit der Wende eine Institution entstanden, die es zu höchster internationaler Anerkennung gebracht hat, gerade durch die damals noch revolutionäre Zusammenarbeit von Grundlagenforschung und klinischer Forschung. Im nächsten Schritt geht es darum, dass wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller den Patienten zugutekommen. Dafür steht die künftige Zusammenarbeit von MDC und Charité im Berliner Institut für Gesundheitsforschung – ein Leuchtturmprojekt national und international.“

    „20 Jahre MDC sind ein Glücksfall für das Land Berlin“, sagte die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer. „Gerade Sie im MDC tragen mit Ihrer Arbeit dazu bei, dass der Forschungsstandort Berlin weit über die nationalen Grenzen hinaus anerkannt und angesehen ist. Zudem steht das MDC von Beginn an für eine enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft und hat unmittelbar zu Unternehmensgründungen beigetragen. Die anstehende institutionelle Verbindung mit der Charité zum Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird dafür sorgen, dass Sie auch in der biomedizinischen Forschung neue nationale wie internationale Standards setzen- zum Wohle der modernen Medizin und der Menschen."

    „Die Helmholtz-Gemeinschaft ist sehr stolz darauf, das Max-Delbrück-Centrum zu ihren Mitgliedern zählen zu dürfen. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prägen diese Forschungseinrichtung und sind das Fundament eines der wichtigsten Zentren für biomedizinische Forschung in Deutschland“, sagte Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Seit seiner Gründung vor 20 Jahren trägt das MDC mit international höchst anerkannter Forschung zur Bekämpfung der großen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Krebs- und Nervensystemerkrankungen bei und beteiligt sich so wesentlich an der Lösung wichtiger gesellschaftsrelevanter Fragen.“

    Gründung des MDC
    Das MDC wurde im Januar 1992 auf Empfehlung des Wissenschaftsrats gegründet, um molekulare Grundlagenforschung mit klinischer Forschung zu verbinden. Es ist eines von 18 Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, der mit fast 34 000 Mitarbeitern und einem Etat von rund 3,4 Milliarden Euro größten Forschungsorganisation in Deutschland. Am MDC arbeiten derzeit* rund 1 634 Beschäftigte einschließlich 495 Gästen aus insgesamt 57 Ländern. Davon sind im Bereich Forschung rund 821 Beschäftigte tätig, unter ihnen etwa 468 Wissenschaftler und 353 Doktoranden. Das Budget des MDC beträgt jährlich rund 71 Millionen Euro, hinzukommen von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingeworbene Drittmittel in zweistelliger Millionenhöhe. Das MDC wird, wie alle Helmholtz-Einrichtungen, zu 90 Prozent vom Bundesforschungsministerium und zu zehn Prozent von dem Land, in dem es seinen Sitz hat, beim MDC ist es Berlin, finanziert.

    Das MDC ist aus drei Zentralinstituten der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Buch hervorgegangen. Es ist benannt nach dem Physiker, Biologen und Nobelpreisträger (1969) Max Delbrück (4. 9. 1906 Berlin – 10. 3. 1981 Pasadena, USA). Zusammen mit dem russischen Genetiker Nikolaj Vladimirovich Timoféeff-Ressovsky (7. 9. 1900 Provinz Kaluga – 28. 3. 1981 Obninsk), der in Berlin-Buch tätig war, gehört Delbrück zu den Mitbegründern der molekularen Genetik. Ebenfalls in Berlin-Buch forschten Oskar und Cécile Vogt, Karl Lohmann, Walter Friedrich, Ernst Ruska (Nobelpreis 1986), Arnold Graffi, Erwin Negelein, Albert Wollenberger und Hans Gummel.

    *Stand November 2012

    Kontakt:
    Barbara Bachtler
    Pressestelle
    Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
    in der Helmholtz-Gemeinschaft
    Robert-Rössle-Straße 10
    13125 Berlin
    Tel.: +49 (0) 30 94 06 - 38 96
    Fax: +49 (0) 30 94 06 - 38 33
    e-mail: presse@mdc-berlin.de
    http://www.mdc-berlin.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Medizin
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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