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10.12.2012 12:24

5. Jahrestagung des Programms der Medizinischen Genomforschung vom 11. - 13. Dezember in Heidelberg

Dr. Cornelia Depner NGFN Geschäftsstelle
Nationales Genomforschungsnetz

    Im Rahmen der NGFN Jahrestagung 2012 treffen sich führende Wissenschaftler der medizinischen Genomforschung, um über die genetischen Hintergründe von Volkskrankheiten zu diskutieren. Dabei werden von nationalen wie auch internationalen Wissenschaftlern die neusten Forschungsergebnisse der Volkskrankheiten wie etwa Krebs, neurologischen, psychiatrischen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie der Einsatz aktueller Technologien vorgestellt und erörtert. Diese 5. Jahrestagung von NGFN-Plus und NGFN-Transfer im Programm der Medizinischen Genomforschung findet vom 11. bis 13. Dezember im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg statt.

    Die diesjährige Jahrestagung bringt ausgezeichnete Wissenschaftler der medizinischen Genomforschung zusammen, ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Präsentation von neuen Erkenntnissen aus internationalen Großprojekten, basierend auf genomischen Analysen von großen Patientenzahlen. Die Tagung bietet den Teilnehmern eine hervorragende Plattform für wissenschaftliche Diskussionen und Ideenaustausch sowie zur Bildung und Festigung wissenschaftlicher Kooperationen in einer dynamischen Atmosphäre. Die Jahrestagung startet am 11. Dezember mit zwei Satelliten Symposien, in denen die aktuellsten Methoden der Sequenzierung des Genomes (Next‐Generation Sequencing) und die neusten Aspekte der Funktionen kleiner regulatorischer RNA-Moleküle (Small RNAs) von nationalen und internationalen Experten aus Akademie und Industrie vorgestellt und diskutiert werden. Diese Satelliten Symposien finden im Auditorium der Krehl Klinik auf dem Gelände der Universitätsklinik Heidelberg statt.

    Das Hauptprogramm ist in sechs Symposien eingeteilt und wird vom 11. bis zum 13. Dezember im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) stattfinden. International renommierte Experten geben in den ersten beiden Symposien Einblick in aktuelle Ergebnisse internationaler Projekte der Genomforschung, wie dem International Cancer Genome Consortium (ICGC) und dem International Human Epigenome Consortium (IHEC). Die folgenden Symposien werden die Themengebiete der Genomik von Volkskrankheiten (wie etwa Krebs, Diabetes, Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie, Depression), der funktionellen Genomik und der personalisierten Medizin behandeln und so das weite Spektrum wissenschaftlicher Themengebiete innerhalb des NGFN abdecken.
    Besonders freuen wir uns, in diesem Jahr Herrn Prof. Randolph Nesse von der Universität Michigan in Ann Arbor, USA, begrüßen zu dürfen. Er wird den großen Abendvortrag über evolutionäre Medizin halten. Die evolutionäre Medizin sieht den Menschen in Gesundheit und Krankheit als Ergebnis einer langen Entwicklung und wendet die Erkenntnisse der evolutionären Biologie auf die Probleme der heutigen Medizin und das Gesundheitswesen an, um so die Entwicklung einer personalisierten Behandlung und Prävention voranzutreiben.

    Im Rahmen der Posterausstellung mit über 160 Beiträgen stellen die Wissenschaftler und im Besonderen Nachwuchswissenschaftler ihre neusten Forschungsergebnisse dar. Diese reichen von der Grundlagenforschung an Volkskrankheiten über Tier-, Zell- und Gewebemodelle zur Untersuchung verschiedener Krankheiten und Fragestellungen der Systembiologie bis hin zu neuen Technologien und dem Transfer von Erfolgen dieser Forschung in die medizinische Anwendung. Drei herausragende Poster werden den prestigeträchtigen „Annemarie Poustka Poster Award 2012“ erhalten. Im Rahmen der Konferenz werden zahlreiche Firmen über ihre neusten biotechnologischen Entwicklungen und Produkte berichten und diese in einer Industrieausstellung präsentieren.

    Auf der Tagung werden 500 Teilnehmer erwartet. Die Tagungssprache ist Englisch. Die Durchführung der Tagung wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der lokale Gastgeber ist das Deutsche Krebsforschungszentrum.

    Das Nationale Genomforschungsnetz wurde 2001 gegründet und wird seit Sommer 2008 in den Bereichen NGFN-Plus und NGFN-Transfer fortgeführt. Diese werden vom BMBF von 2008 bis 2013 im Rahmen des Programms der Medizinischen Genomforschung mit 198 Millionen Euro gefördert. Im Netzwerk NGFN-Plus stehen die systematische Analyse molekularer Zusammenhänge und die Bekämpfung gesellschaftlich wichtiger Krankheiten im Fokus. NGFN-Transfer hatte das Ziel, Wissenschaft und Wirtschaft stärker miteinander zu vernetzen und auf diese Weise die Ergebnisse aus der akademischen Forschung schneller in die industrielle Anwendung zu bringen, damit neue Diagnostika und Medikamente möglichst bald im Klinikalltag zur Verfügung stehen.


    Weitere Informationen:

    http://www.ngfn-meeting.de/2012/de/program.html - detailliertes Programm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Medizin
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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