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12.12.2012 12:21

Einstein Stiftung fördert internationale Nachwuchskräfte für Berliner Wissenschaft

Christian Martin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Einstein Stiftung Berlin

    Im Januar 2013 beginnen zwei neue herausragende Einstein International Postdoctoral Fellows ihr Projekt in einer Berliner Forschungsgruppe. Die Förderentscheidung fiel auf der letzten Vorstandssitzung der Einstein Stiftung Berlin.

    Die Schweizer Chemikerin Nuria Plattner ergänzt mit ihrer Expertise zukünftig die Nachwuchsgruppe „Computational Molecular Biology“ an der Freien Universität Berlin (FU Berlin). Das interdisziplinäre Team um den Mathematiker Frank Noé arbeitet an innovativen mathematischen Ansätzen, durch die Biophysiker Moleküle und deren Bewegungen besser studieren können. Derzeit ist der Rechenaufwand für die Simulation von Moleküldynamiken noch so hoch, dass selbst Supercomputer keine befriedigenden Ergebnisse liefern. Nuria Plattner will mit einer neuen Simulationsstrategie speziell die Organisation von Proteinen in Zellen besser analysierbar machen. Das Ergebnis der Analyse ist relevant für die Entwicklung wirkungsvoller und nebenwirkungsarmer Medikamente. „Durch das Fellowship erhalte ich die Möglichkeit in einem Forschungsumfeld zu arbeiten, das hervorragende Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit bietet“, sagt Nuria Plattner.

    Auch die Ergebnisse der Nachwuchsgruppe „Struktur und Dynamik funktionaler Materialien in Lösung“ an der FU Berlin von Emad Flear Aziz sind für die medizinische Forschung relevant. Der Juniorprofessor für Physik bekommt Verstärkung durch den türkischen Postdoktoranden Kaan Atak, der sich auf Metalloproteine spezialisiert hat. Diese Makromoleküle sind zum Beispiel als Katalysator an vielen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt. Mit Röntgenstrahlung will Kaan Atak die elektronische Struktur und die ultraschnellen Bewegungen an den aktiven Zentren der Metalloproteine erforschen. „Unsere Untersuchungen sind der Schlüssel, um chemische und biologische Funktionen dieser Moleküle zu verstehen, die für die Gesundheit so essenziell sind“, sagt Aziz.

    Das Programm „Einstein International Postdoctoral Fellow“ bietet Spitzenwissenschaftlern der Berliner Hochschulen und der Charité – Universitätsmedizin die Möglichkeit, in ihrer Arbeitsgruppe eine Stelle für einen Postdoktoranden aus dem Ausland einzurichten. Die finanzielle Unterstützung durch die Einstein Stiftung erstreckt sich über maximal fünf Jahre.

    Bisher fördert die Einstein Stiftung zwei Wissenschaftler im Programm „Einstein International Postdoctoral Fellow“: den holländischen Neurobiologen Michiel Remme (Humboldt-Universität zu Berlin) und den französischen Mathematiker Adrien Semin (FU Berlin).


    Weitere Informationen:

    http://www.einsteinfoundation.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Chemie, Mathematik, Medizin, Physik / Astronomie
    regional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


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