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21.01.2013 09:52

Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet Tumorzentrum am Universitätsklinikum Jena aus

Stefan Dreising Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    Strukturen und Abläufe bei der Versorgung von Tumorpatienten erfolgreich begutachtet / Experten arbeiten eng zusammen

    Jena (ukj/dre). Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Tumorzentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) nun als „Onkologisches Zentrum“ ausgezeichnet. Voraussetzung war eine Überprüfung der Versorgungsstrukturen und -abläufe für die Krebspatienten am UKJ. Das Thüringer Klinikum ist damit die erste Universitätsklinik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die erfolgreich durch die Deutsche Krebsgesellschaft als „Onkologisches Zentrum“ zertifiziert wurde. „Über diesen Erfolg freuen wir uns sehr. Er ist ein starker Beweis für die Qualität unserer Behandlung von krebskranken Patientinnen und Patienten am UKJ. Die Überprüfung der Krebsgesellschaft bezieht sich nicht auf eine einzelne Klinik oder eine einzelne Tumorart, sondern auf das gesamte Versorgungsangebot bei den unterschiedlichen Krebserkrankungen“, betont Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des UKJ.

    Über 30.000 Menschen mit Tumorerkrankungen werden jährlich am UKJ behandelt, davon fast 9.000 stationär und rund 22.000 Patienten ambulant, darunter sind pro Jahr etwa 1.500 Patienten mit einer neu aufgetretenen Tumorerkrankung. Unter dem Dach des Universitätstumorcentrums in Jena arbeiten alle Spezialisten des UKJ eng zusammen. Dazu zählen 16 Kliniken und Fachabteilungen, sieben Institute sowie die fünf bereits zertifizierten Organkrebszentren am UKJ: das interdisziplinäre Brustzentrum, das gynäkologische Tumorzentrum, das Hauttumorzentrum, das Prostatakrebszentrum und das Darmkrebszentrum.
    „Ein wichtiger Bestandteil sind dabei die gemeinsamen interdisziplinären Tumorkonferenzen, bei der wöchentlich die neuen Patienten mit Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichen Fachabteilungen, Kliniken und Institute besprochen werden“, erklärt Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Direktor des Tumorzentrums am UKJ. Er betont: „An diesen Konferenzen können auch externe Ärzte teilnehmen, entweder persönlich oder per Videokonferenz. So können die bestehenden Angebote und Strukturen zwischen allen an der Behandlung Beteiligten eng und ohne Reibungsverluste besprochen und so die optimalen Diagnose- und Therapiepläne erarbeitet werden. Gerade dieser enge Austausch ist für die oft lange Behandlung der Patienten enorm wichtig. Die ambulante und stationäre Versorgung können so eng verzahnt werden.“

    Insgesamt musste das UKJ 226 Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft für die Zertifizierung erfüllen. „Dazu zählte auch eine Begehung durch zwei erfahrene externe Krebsspezialisten. Jetzt folgt jährlich eine erneute Überprüfung durch die Krebsgesellschaft“, erklärt Dr. Harald Schmalenberg, geschäftsführender Oberarzt des Zentrums. Neben der leitliniengerechten Diagnose und Therapie und der interdisziplinären Zusammenarbeit wurden auch Aspekte wie die psychoonkologische Betreuung am UKJ begutachtet. Dr. Schmalenberg: „Eine Tumorerkrankung kann natürlich auch eine enorme seelische Belastung sein, gerade nach einer Erstdiagnose. Hier stehen am UKJ insgesamt sechs speziell ausgebildete Psychoonkologen zur Verfügung, die Betroffene und Angehörige unterstützen.“

    2011 wurden durch das Universitätstumorzentrum zudem neue Informationsmaterialien für die Tumorpatienten des UKJ erarbeitet: Neben medizinischen Informationen und einer Liste aller Ansprechpartner werden dort auch die Angebote der Selbsthilfegruppen aus der Region zusammengeführt.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


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