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06.02.2013 09:28

Hervorragend bei Schilddrüsen-OP

Kristina Rudy Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm

    Ulmer Uni-Chirurgie erfolgreich als Referenzzentrum zertifiziert

    Unruhe und Nervosität, aber auch Müdigkeit und Depressionen sind typische Folgen, wenn die Schilddrüse oder die Nebenschilddrüsen erkranken, die im menschlichen Körper für die Produktion lebenswichtiger Hormone zuständig sind. Vielen Patienten kann durch einen chirurgischen Eingriff geholfen werden. Über 120.000 solcher sogenannten endokrinen Operationen finden pro Jahr in Deutschland statt. Die Ulmer Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Ärztliche Direktorin: Prof. Dr. Doris Henne-Bruns) bietet Patienten mit endokrinen Erkrankungen wie bösartigen Schilddrüsentumoren oder einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen besonders gute Bedingungen. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) kürzlich bestätigt und die Klinik als Referenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert – als zehnte Einrichtung in Deutschland. In Baden-Württemberg hat bisher neben Ulm nur die Uniklinik in Heidelberg diese Auszeichnung erhalten.

    „Die erfolgte Zertifizierung bestätigt unsere Kompetenz auf dem Gebiet der endokrinen Chirurgie und zeichnet zudem die in Ulm etablierte interdisziplinäre Zusammenarbeit aus“, sagt Prof. Dr. Theresia Weber, Oberärztin der chirurgischen Klinik und Leiterin des Referenzzentrums. Der Verleihung ging ein aufwändiges Zertifizierungsverfahren voraus: Unter anderem müssen die Einrichtungen eine überdurchschnittliche operative Qualität sowie eine bestimmte Anzahl an Operationen vorweisen – was der Ulmer Klinik nicht schwer fiel: Allein im letzten Jahr erfolgten dort rund 340 Operationen, Tendenz steigend. Besondere Schwerpunkte bilden Operationen bei bösartigen Schilddrüsentumoren sowie bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen.

    Die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen ist außerdem Voraussetzung für eine erfolgreiche Zertifizierung: Vor allem mit der Sektion für Endokrinologie (Prof. Dr. Bernhard Böhm) und der Klinik für Nuklearmedizin (Prof. Dr. Markus Luster) besteht eine enge Kooperation in der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland hat die Klinik für Nuklearmedizin (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Sven Norbert Reske) ein Verfahren etabliert, das eine besonders genaue Darstellung von vergrößerten Nebenschilddrüsen ermöglicht, das Methionin PET-CT. Mit Hilfe dieses speziellen Verfahrens kann eine vergrößerte Nebenschilddrüse in 90 Prozent der Fälle entdeckt werden. Bisher wurden in Ulm weltweit die meisten Patienten mit dieser neuen Bildgebung untersucht und anschließend operiert.

    Pressekontakt:
    Universitätsklinikum Ulm, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Kristina Rudy
    Telefon: 0731 500-43046
    E-Mail: kristina.rudy@uniklinik-ulm.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin
    regional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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