idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
17.02.2013 22:10

Besondere Leistungen herzchirurgischer Forschungsaktivitäten gewürdigt

Thomas Krieger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

    Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hat auf ihrer Jahrestagung in Freiburg am Sonntag Abend die besonderen Leistungen von acht Ärzten und Wissenschaftlern aus Aachen, Bochum, Freiburg, Heidelberg, Homburg, Köln, München und Tübingen mit Preisen gewürdigt.

    Der Nachwuchsförderpreis der DGTHG wurde an Sarah Kirsch (29), Assistenzärztin im Fachbereich Nephrologie am Universitätsklinikum Homburg/Saar, vergeben. Mit dem Nachwuchsförderpreis (Dotierung: 1.000 Euro) werden jährlich experimentelle und klinisch relevante Promotionsarbeiten aus dem gesamten Bereich der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ausgezeichnet. Kirsch evaluierte in ihrer Arbeit an Mäusen, wie das Hormon Erythropoietin (EPO) das Herzgewebe bei einer Herztransplantation schützen kann.

    Der nach einem Pionier der deutschen Herzchirurgie benannte und mit 5.000 Euro dotierte „Ernst-Derra-Preis“ ging in diesem Jahr an Yeong-Hoon Choi (43), Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Herzzentrum der Universität Köln. Er wurde für seine Arbeit zur Anpassung der Herzmuskulatur an eine erhöhte Druckbelastung und deren Effekte auf das Herz ausgezeichnet.

    Christian Brülls (32), Assistenzarzt an der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Aachen, wurde von der Gutachterkommission der DGTHG das mit 7.500 Euro ausgestattete thoraxchirurgische Forschungsstipendium der Fachgesellschaft zugesprochen. Brülls erhält das Stipendium für die Erforschung der Ventilator-induzierten diaphragmalen Dysfunktion (VIDD), einer durch die Beatmung ausgelösten Kontraktionsschwäche des Zwerchfells, welche die Entwöhnung der Intensivpatienten von Beatmungsgeräten negativ beeinflusst.

    Der mit 5.000 Euro dotierte Franz-Köhler-Preis für besondere Leistungen in Forschung oder klinischer Praxis auf dem Gebiet der Organprotektion ging in diesem Jahr an Tobias Walker (42), Oberarzt an der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Tübingen. Im Rahmen seiner Habilitationsarbeit befasste er sich mit innovativen molekularbiologischen Technologien zur Verbesserung der Protektion von Blutgefäß- und Organtransplantaten.

    Der Ernst-Rainer de Vivie-Förderpreis wird von der DGTHG in Kooperation mit der Loni-Page-Stiftung in Köln vergeben. Mit dem Preis werden innovative und interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung angeborener Herzfehler im Säuglings-, Kinder- und Erwachsenenalter ausgezeichnet. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis ging in diesem Jahr an Jan Müller (31), Mitarbeiter des Deutschen Herzzentrums in München und des Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie der Technischen Universität München. Müller zeigte in seiner Arbeit, dass junge Erwachsene, deren großen Herzgefäße zur Behebung einer lebensgefährlichen angeborenen Herzfehlbildung im Säuglingsalter operativ vertauscht wurden, eine deutlich bessere Leistungsfähigkeit aufweisen als junge Erwachsene, bei denen zur Behebung dieser Herzfehlbildung eine sogenannte Vorhofumkehr vorgenommen wurde.

    Den gefäßchirurgischen Preis der DGTHG erhielt Peter Haldenwang (35), wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie
    am Universitätsklinikum Bergmannsheil der Ruhr-Universität Bochum. Seine mit einem Preisgeld von 5.000 Euro prämierte Studie evaluierte den Nutzen der Reduzierung der Körpertemperatur auf 28 Grad bei Aortenklappenoperationen.

    Der Dr. Rusche-Forschungsprojekt-Preis wird von der DGTHG zusammen mit der deutschen Stiftung für Herzforschung, einer Schwesterorganisation der Deutschen Herzstiftung, vergeben. Mit einer Gesamtsumme von rund 60.000 Euro wird in den nächsten beiden Jahren das Forschungsvorhaben von Fabian A. Kari (30), Assistenzarzt der Abteilung Herz- und Gefäßchirurgie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen, gefördert. Ziel des Forschungsprojekts ist die Identifizierung eines körpereigenen „Frühwarnsystems“ bei Erkrankungen der Hauptschlagader im Brustbereich. Es soll mittels Kernspinbildgebung, rechnerischer Ermittlung der Gefäßwandbelastung und Blutuntersuchungen bei Patienten geprüft werden, ob erhöhte Werte verschiedener körpereigener Proteine den drohenden Einriss einer krankhaft erweiterten Hauptschlagader anzeigen können.

    Den mit ebenfalls 5.000 Euro dotierten St.-Jude-Medical-Preis verlieh die DGTHG Desirée Pott (26), die im Lehr- und Forschungsbereich Kardiovaskuläre Technik am Institut für Angewandte Medizintechnik im Helmholtz-Institut der RWTH Aachen als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. In der ausgezeichneten Arbeit stellte Pott neue Prothesen zur schonenden Behandlung bei Erkrankung der Trikuspidal-Herzklappe vor.

    Nach dem Herzchirurgen Hans Georg Borst ist der Preis benannt, mit dem die DGTHG jährlich das beste Abstract ihrer Jahrestagung prämiert. In diesem Jahr ging der mit 1.000 Euro dotierte Preis an Marcin Zaradzki (22), Doktorand am Herzzentrum Heidelberg. Er wurde für seine Entwicklungsergebnisse zur Behandlung einer meist genetisch bedingten Schwäche des Bindehautgewebes, die unter anderem zur Ausweitung von Blutgefäßen des Herzens führen kann, durch Hemmung eines Erbgut-Proteins ausgezeichnet.

    Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) vertritt als medizinische Fachgesellschaft die Interessen der über 1.000 in Deutschland tätigen Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgen im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

    ---------------------------
    Einzelbilder der Preisträger können bei der DGTHG-Pressestelle angefordert werden.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgthg-jahrestagung.de
    http://www.dgthg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).