idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
12.03.2013 14:28

WPK-Diskussionsrunde "Zur Zukunft der Genetischen Pränataldiagnostik"

Geschäftsstelle Wissenschafts-Pressekonferenz Geschäftstelle
Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.

Anlässlich der Stellungnahme des Ethikrates zur Genetischen Pränataldiagnostik diskutieren am 20.03.13 (17-19 Uhr) Prof. Christiane Woopen (Vorsitzende des Deutschen Ethikrates), Prof. Peter Kozlowski (Pränatalmediziner) und Prof. Jeanne Nicklas-Faust (Geschäftsführerin Bundesvereinigung Lebenshilfe) mit der Moderatorin Nicola Kuhrt (Spiegel Online), wie die Zukunft der pränatalen Blutdiagnosetests aussehen und welche Folgen sie für die Gesellschaft haben könnte. Journalisten erhalten vorab den Text der Stellungnahme des Ethikrates.

Die Ankündigung der Konstanzer Gendiagnostikfirma LifeCodexx, einen Blutdiagnosetest („PraenaTest“) auf Trisomie 21 anzubieten, sorgte im vergangenen Jahr für heftige Debatten unter Forschern, Ethikern, Behindertenbeauftragten und Patientenvertretern.

Mittlerweile ist der Test in die medizinische Praxis gegangen, die Nachfrage ist groß. Schon über 1000 Frauen haben – nach einer Verdachtsdiagnose - mit dem PraenaTest überprüfen lassen, ob ihr ungeborenes Kind das Down-Syndrom haben könnte. Seit Januar 2013 können mit dem PraenaTest weitere Chromosomen-Anomalien untersucht werden, etwa die Trisomie 13 oder Trisomie 18. Und das ist erst der Anfang. In Kürze wird es mithilfe verschiedener nichtinvasiver Pränataltests (NIPT) möglich sein, das vollständige Erbgut des Fötus nicht nur zu entziffern, sondern auch im Detail zu deuten. Diese Entwicklung in der Pränataldiagnostik wirft zahlreiche (ethische) Fragen auf:
Bei welchen Verdachtsbefunden sollten die Tests erlaubt sein?
Sollten in Zukunft nur Krankheiten untersucht werden, für die es auch eine Therapie gibt?
Sollen Eltern über jeden Verdacht einer Krankheit informiert werden?

Wer entscheidet, welche Ergebnisse den Eltern mitgeteilt werden?
Wie ist es um die Freiheit des Kindes bestellt? Kann es später selbst entscheiden, was es über sich wissen möchte und was nicht?

Ist die Befürchtung einiger Verbände gerechtfertigt, dass die NIPT den Weg zu einer behindertenfreien Gesellschaft ebnet? Werden Eltern, die sich für das Leben von behinderten Menschen entscheiden, stigmatisiert?

Diese und Fragen, die in der Ethikrat-Stellungnahme behandelt werden, möchten wir gerne mit Ihnen und diesen Personen diskutieren:

- Prof. Dr. med. Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrates
- Prof. Dr. med. Peter Kozlowski, Facharzt für Gynäkologie, Geburtshilfe und Medizinische Genetik, praenatal.de Düsseldorf
- Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Moderation: Nicola Kuhrt, WPK und Spiegel Online

Termin: Mittwoch, 20. März, 17-19 Uhr

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Raum 2 (1. OG), Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin

Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung bis zum 18. März 2013: wpk@wpk.org


Ergänzung vom 18.03.2013

ABSAGE

Das geplante Hintergrundgespräch kann aufgrund einer Absage am 20.03. leider nicht stattfinden!


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Biologie, Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik
überregional
Pressetermine
Deutsch


Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).