„Zucker und Salz sind Gifte bei Bluthochdruck“ – Prof. Dr. Detlev Ganten zum Welt Hypertonie Tag

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15.05.2013 16:14

„Zucker und Salz sind Gifte bei Bluthochdruck“ – Prof. Dr. Detlev Ganten zum Welt Hypertonie Tag

Tobias Gerber Media & Communication
World Health Summit

    Der lebenswichtige Belohnungsmechanismus der Evolution ist heute ein lebensbedrohlicher Risikofaktor: „Zucker ist die größte Gefahr bei Bluthochdruck, denn er verursacht Diabetes, Übergewicht und schädigt die Blutgefäße“, sagt Prof. Dr. Detlev Ganten, Evolutionsmediziner und einer der weltweit führenden Hypertonie-Experten.

    „In der Evolution war Zucker als schneller Energielieferant vor allem in Gefahrensituationen vorteilhaft: Denn wer schnell wegrennen konnte, hat überlebt“, so Ganten. Doch die frühere Stärke sei heute eine Schwäche: „Wir müssen darauf achten, möglichst wenig Zucker zu essen. Schon Kinder essen davon viel zu viel und bewegen sich zu wenig“. Ähnliches gelte für den Salzkonsum: „Zuviel Salz treibt den Blutdruck in die Höhe - und wir nehmen heute drei Mal mehr zu uns als gut ist“, warnt der Experte zum Welt Hypertonie Tag am 17. Mai.

    An der Volkskrankheit Bluthochdruck leidet nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile mehr als jeder dritte Erwachsene weltweit. Dabei hilft schon eine gesunde Lebensführung gegen Hypertonie: „Es ist ein Paradebeispiel für eine Krankheit, die man durch Prävention gut in den Griff bekommt, auch ohne Medikamente: Richtige Ernährung, ausreichend Bewegung – damit kann man Bluthochdruck in vielen Fällen schon behandeln“, erklärt der Mediziner.

    Bluthochdruck gilt als „stiller Killer“: Er tut nicht weh, wird deswegen auch oft nicht erkannt und nicht behandelt. Dabei wäre Früherkennung so einfach, sagt der Präsident des World Health Summit: „Blutdruckmessen sollte zu jeder Grunduntersuchung beim Arzt gehören und ein Blutdruckmessgerät in jede Hausapotheke.

    Laut WHO sterben jedes Jahr weltweit über neun Millionen Menschen an den Folgeerkrankungen von Bluthochdruck, an Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Nierenversagen. Über 80% der Todesfälle betreffen Entwicklungs- und Schwellenländer. Eine der Hauptursachen: Die globale Ausbreitung ungesunder Lebensführung.

    „Um diese Situation zu ändern, veranstalten wir jedes Jahr den World Health Summit in Berlin. Wir aus der Forschung müssen Verantwortung übernehmen für die Weltgesundheit“, so Ganten.

    Prof. Dr. Detlev Ganten ist Facharzt für Pharmakologie und Molekulare Medizin und ist einer der weltweit führenden Bluthochdruck-Forscher. Außerdem ist er Präsident des World Health Summit, dem jährlichen Gipfeltreffen zur globalen Gesundheitsversorgung, bei dem Fachleute aus aller Welt in Berlin zusammenkommen. Der 5. World Health Summit findet vom 20. - 22. Oktober statt.

    Pressekontakt:

    Tobias Gerber
    Tel.: +49 30 450 572 114
    tobias.gerber@worldhealthsummit.org


    Weitere Informationen:

    http://www.worldhealthsummit.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Geschichte / Archäologie, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


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