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26.10.2015 08:39

UKJ startet Studie zur Schaufensterkrankheit

Dr. Uta von der Gönna Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    Radiologen des Universitätsklinikums Jena testen unterschiedliche Katheterbehandlung bei Gefäßverschluss am Oberschenkel und nehmen weitere Patienten in die Studie auf

    Es ist die Option für das fortgeschrittene Stadium der Erkrankung: Wenn Medikamente und gezieltes Training die Schmerzen und Beeinträchtigungen durch verengte Beinarterien nicht mehr lindern können, so dass die Patienten nach wenigen Schritten stehenbleiben müssen wie bei einem Schaufensterbummel, dann greift der Arzt zum Ballonkatheter. Unter Röntgenkontrolle wird dabei ein Katheter durch die Beinschlagader zur Engstelle geführt und diese dann mit einem Ballon vorsichtig geweitet. Diese minimal-invasive Behandlung wird Angioplastie genannt.

    Die Radiologen des Universitätsklinikums Jena (UKJ) haben in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Klinische Studien eine Untersuchung initiiert, in der sie die Sicherheit und Wirksamkeit eines beschichteten Ballonkatheters mit unbeschichteten Kathetern vergleichen. Der Beschichtungswirkstoff Paclitaxel soll verhindern, dass sich die aufgedehnte Gefäßstelle durch Narbenbildung wieder verengt. Gemessen wird der Behandlungserfolg primär mit der Gehfähigkeit der Patienten und durch Ultraschalluntersuchungen bei zwei Nachsorgeterminen. An dieser jetzt gestarteten multizentrischen randomisiert-kontrollierten Studie nehmen bundesweit insgesamt 11 Prüfzentren teil.

    „Um die Schaufensterkrankheit langfristig erfolgreich behandeln und so Spätfolgen wie Amputationen verhindern zu können, sind weitere, wissenschaftlich hochwertige klinische Daten zur Angioplastie notwendig“, beschreibt Prof. Dr. Ulf Teichgräber, Direktor der Radiologie am Universitätsklinikum Jena und Leiter der klinischen Prüfung, die Zielstellung der EffPac-Studie. Die Amputation von Fuß oder Bein ist leider immer noch die häufigste Spätkomplikation einer ungenügend behandelten Schaufenstererkrankung, die vermehrt bei Rauchern und Diabetikern auftritt.

    Bislang übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung mit dem Medikamenten-beschichteten Ballonkatheter nicht immer, weil deren Nutzen noch unzureichend klinisch nachgewiesen ist. Patienten, bei denen eine Angioplastie geplant ist, können mit ihrer Studienteilnahme die Aussagekraft und Vollständigkeit der Ergebnisse unterstützen und so zur Verbesserung der Behandlungsmethoden beitragen. Interessenten können sich im Studiensekretariat der Radiologie melden.

    Kontakt:
    Studiensekretariat der Radiologie: idir-rss@med.uni-jena.de , Tel: 03641/9324910
    Prof. Dr. Ulf Teichgräber, Radiologie, Uniklinikum Jena, radiologie@med.uni.jena.de, Tel: 03641/9324831


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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