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17.12.2015 09:18

UN-Wissenschaftsbeirat identifiziert acht Herausforderungen für nachhaltige Entwicklung

Caroline Wichmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

    Die Rolle der Wissenschaft bei der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda und des Klimaabkommens von Paris standen im Zentrum der Debatten des wissenschaftlichen Beirats von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf einer Tagung am 14. und 15. Dezember 2015 in Sankt Petersburg. 26 führenden Wissenschaftler aus aller Welt legten acht wichtige globale Herausforderungen aus Sicht der Wissenschaft fest.

    Diese Herausforderungen sind nach Ansicht des Wissenschaftsbeirats: die nachhaltige Bewirtschaftung der Ozeane, wirksame Schutzsysteme für die biologische Vielfalt, der Schutz gegen Infektionserreger; belastbare Vorhersagen von Wetterextremen, der Abschied von fossilen Treibstoffen, die Trinkwasserversorgung, Strategien zum Bevölkerungswachstum und mehr Gerechtigkeit bei der Ressourcennutzung sowie eine öffentliche Mindestförderung der Grundlagenforschung. Der Beirat (Scientific Advisory Board, SAB) rief dazu auf, „Big Data“ effektiver für die Lösung globaler Herausforderungen zu nutzen.

    „Wissenschaft ist essentiell für die Agenda 2030 und eine nachhaltige Entwicklung. Dabei ist sie mehr als nur ein Instrument zur Umsetzung und Weiterentwicklung bestehender Lösungen. Raum für Kreativität sowie die Förderung von Grundlagenforschung sind wichtig, um neue Wege zu beschreiten. Sie sind die Quelle für Innovation. Der wissenschaftliche Beirat wird sich weiterhin für die Stärkung der Wissenschaften in ihrer gesamten Bandbreite im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung einsetzen“, sagt Professor Dr. Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und SAB-Mitglied ad personam.

    Der wissenschaftliche Beirat betonte im Rahmen seiner Sitzung, dass eine effektive Umsetzung des in Paris verabschiedeten Klimaabkommens notwendig sei. Die Weltgemeinschaft müsse die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad begrenzen und dabei Schäden in anderen Bereichen wie der Nahrungsmittelversorgung oder der Gesundheit vermeiden. Der Beirat wird Vorschläge entwickeln, um das Potenzial von Wissenschaft und Forschung, aber auch das Wissen von Praktikern und überliefertes Wissen für nachhaltige Entwicklung besser nutzbar zu machen.

    Der wissenschaftliche Beirat wurde vom UN-Generalsekretär für den Zeitraum 2014 bis 2016 berufen. Im Rahmen des interdisziplinären Gremiums beraten 26 Wissenschaftler aus aller Welt den UN-Generalsekretär sowie die Spitzen aller UN-Organisationen in übergreifenden Fragen der Wissenschaft. Der Beirat beschäftigt sich auch mit der Frage, wie der gesellschaftliche Nutzen von Wissenschaft und Forschung gestärkt werden kann. Außerdem geht es um einen wirksameren Dialog zwischen Wissenschaft einerseits und Praxiswissen und überliefertem Wissen andererseits, um geeignete Lösungen für die Praxis zu entwickeln. Die UNESCO stellt das Sekretariat für den wissenschaftlichen Beirat. Auf seiner nächsten Sitzung am 24. und 25. Mai 2016 im italienischen Triest wird der Beirat einen umfassenden Abschlussbericht an den UN-Generalsekretär fertigstellen.


    Weitere Informationen:

    http://en.unesco.org/un-sab/content/scientific-advisory-board


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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