idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Magazin
Teilen: 
06.03.2017 16:36

Europäischer Wärmeatlas made in Flensburg wird in Brüssel vorgestellt

Kathrin Fischer Präsidium
Europa-Universität Flensburg

    Wärme macht fast die Hälfte des europäischen Energieverbrauchs aus. Trotz dieser hohen Bedeutung der Wärme am Endenergieverbrauch gibt es wenig transnationales Wissen darüber, wie dieser wichtige Energiezweig langfristig von Kohlenstoffemissionen befreit werden könnte - Wissen etwa über Effizienzpotentiale und Fernwärmenutzung, denn letztere könnte ein bedeutende Rolle bei der Energiewende auf dem europäischen Wärmemarkt spielen. Der Pan-Europäische Thermische Atlas soll das ändern.

    Insgesamt fehlen zusammenhängende, quantitative Informationen über Potentiale, Kosten und Quellen nachhaltiger Wärmeversorgung in Europa. Eine besondere Rolle spielen dabei Daten über die geografische Verteilung des Wärmebedarfs. Denn an ihnen kann man erkennen, ob Fernwärme in einer Region überhaupt machbar ist und woraus sie erzeugt werden kann, wenn fossile Energieträger an Bedeutung verlieren.

    Die Europa-Universität Flensburg ist seit 2016 Partner in einem EU-Projekt, das mit geografischen Studien und Energiesystemanalysen Lösungen sucht für die künftige Wärmeversorgung in den 14 Mitgliedsstaaten, die gemeinsam 90% des gesamten europäischen Wärmebedarfs haben. In der Abteilung Energie- und Umweltmanagement wird unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Möller zusammen mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Eva Wiechers und Partnern an den Universitäten in Aalborg, Dänemark und Halmstad, Schweden der Pan-Europäische Thermische Atlas (Peta) entwickelt, dessen Version 4 nun vorliegt.

    Peta 4 ist ein hochaufgelöstes geografisches Modell, das viele unterschiedliche Daten liefert: den Wärme- und Kältebedarf, die Abgrenzung möglicher Versorgungsgebiete, die Kosten von Versorgungsinfrastruktur und schließlich das Potentials von nutzbarer Abwärme und vorhandenen regenerativen Energien wie Geothermie, Biomasse und Solarthermie. In Rasterzellen von 100 mal 100m Größe werden diese Einflussgrößen in einem geografischen Informationssystem (GIS) für ganz Europa ermittelt, um sie an Energiesystemmodelle weitergeben zu können, aber auch um Aussagen zur Wärmebedarfsdichte von über 100.000 potentiellen Versorgungsgebieten machen zu können. Das Ziel ist es, energiepolitische Aussagen zum Thema Wärme- und Kälteversorgung auf regionaler- nationaler und europäischer Ebene klarer formulieren zu können.

    Am 7. März wird in Brüssel der Pan-European Thermal Atlas vor einem Publikum von Fachleuten, Politikern und Interessenvertretern der Fernwärmewirtschaft präsentiert. Bernd Möller und Eva Wiechers sind mit ihren Kollegen aus dem Heat Roadmap Europe-Projekt gespannt darauf, wie der Atlas angenommen werden wird. Das Vorläufermodell Peta 3, ebenfalls entwickelt in Flensburg, Halmstad und Aalborg, hat hohe Erwartungen in der Branche und der wissenschaftlichen Gemeinde erzeugt.


    Weitere Informationen:

    http://heatroadmap.eu/Events.php


    Bilder

    Bernd Möller, Professor für das Management nachhaltiger Energiesysteme und Leiter des Masterstudiengangs "Energy and Environmental Management in Developing Countries" an der EUF
    Bernd Möller, Professor für das Management nachhaltiger Energiesysteme und Leiter des Masterstudieng ...
    Kathrin Fischer
    None


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Energie, Gesellschaft, Meer / Klima, Politik, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).