idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Magazin
Teilen: 
29.08.2018 17:01

Produktionsarbeit zwischen Digitalisierung und Demografie - Veranstaltung in Saarbrücken

Dr. Volker Hielscher Pressestelle
Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. (iso)

    Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch durch die Digitalisierung. Zugleich werden die Belegschaften in den Unternehmen immer älter. Wie können Industrieunternehmen sicherstellen, dass sie im Zangengriff von Demografie und Digitalisierung wettbewerbs- und innovationsfähig bleiben? Im Fokus einer Veranstaltung des Demografie Netzwerks Saar stehen Arbeitsbereiche in Produktion und Fertigung, die im Saarland ein Rückgrat der Beschäftigung und der Wirtschaft darstellen.

    Das Aufeinandertreffen von Digitalisierung und demografischem Wandel in den Fertigungs- und Produktionsbereichen wird die produzierenden Unternehmen vor neuartige Herausforderungen im Personaleinsatz und in der Qualifizierung stellen. Angesichts der sich abzeichnenden Fachkräfteengpässe und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit sind die Unternehmen verstärkt darauf angewiesen, ihre älter werdenden Beschäftigten möglichst lange im Arbeitsprozess zu halten. Dies gelingt nur, indem die Qualifikation, Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Älteren bis zum Renteneintritt erhalten bleibt. Eine zentrale Anforderung besteht zudem darin, die älteren Produktionsarbeiter im digitalen Wandel mitzunehmen und in ein Arbeitsumfeld zu integrieren, das durch den Einsatz neuartiger Technologien, durch flexible und hocheffiziente Prozesse sowie vernetzte Wertschöpfungsketten geprägt ist.
    Damit der demografische Wandel nicht zu einer Digitalisierungs- und Wachstumsbremse wird, bedarf es sowohl der Gestaltung alterns- und altersgerechter Arbeitsbedingungen als auch einer alternsadäquaten Personal- und Weiterbildungspolitik, die einen langfristigen Verbleib in der Produktionsarbeit 4.0 ermöglichen. Zwar variieren die jeweiligen Gestaltungsanforderungen in den Betrieben und müssen deshalb differenziert betrachtet werden, gleichwohl gibt es bereits viele erfolgversprechende Ansätze zur Förderung der Arbeitsfähigkeit Älterer, die Anregungen für eigene Maßnahmen bieten.
    Durch den Einsatz digitaler Technologien verändern sich die Arbeitsaufgaben und die Qualifikationsanforderungen. Um alle Alters- und Beschäftigtengruppen im digitalen Wandel mitnehmen zu können, benötigen die Betriebe zukunftsfähige Qualifizierungsstrategien und neuartige Lernkonzepte, die auf die spezifischen Lernerfordernisse zugeschnitten sind. Gerade ältere Arbeitnehmer, die seltener an betrieblicher Weiterbildung teilnehmen, profitieren von einer lernförderlichen Arbeitsumgebung und altersadäquaten Lernkonzepten. Digitale Assistenzsysteme können eine innovative Lösung sein.
    In den Beiträgen der Veranstaltung werden konkrete Lösungen und Konzepte vorgestellt, die für die Gestaltung alterns- und altersgerechter Arbeitsplätze in den Fertigungs- und Produktionsbereichen bereits heute erfolgreich genutzt werden.
    Die regionale Veranstaltung findet im Rahmen der vom Bundesarbeitsministerium initiierten bundesweiten Aktionswoche „Menschen in Arbeit, Fachkräfte in den Regionen“ statt. Sie wird organisiert durch das Demografie Netzwerk Saar (DNS) und die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und gefördert durch das saarländische Wirtschaftsministerium und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
    Die Veranstaltung findet am 18. September 2018 von 14.00 - 16.30 Uhr in der Villa Europa, Kohlweg 7, 66123 Saarbrücken statt. Sie richtet sich an Interessierte aus Unternehmen, Kammern, Verbänden und Gewerkschaften im Saarland, die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm und zur Anmeldung finden Sie im Internet unter www.demografie-netzwerk-saar.de.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).