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08.11.2018 15:45

Metavorhaben zur Digitalisierung im Bildungsbereich gestartet

Sieglinde Neudert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Wissensmedien

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein Metavorhaben zur "Digitalisierung im Bildungsbereich" bewilligt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) werden zusammen mit weiteren Leibniz-Instituten, dem Deutschen Institut für Internatio-nale Pädagogische Forschung (DIPF) und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Institut für Lebenslanges Lernen (DIE), unter Leitung des Learning Lab der Universität Duisburg-Essen über fünf Jahre etwa 50 Forschungsvorhaben des Ministeriums aus verschiedenen Bildungsbereichen begleiten.

    Tübingen, 8. November 2018. Das Tablet im Klassenzimmer und die Lern-App am Schreibtisch – Lehren und Lernen mit digitalen Medien findet inzwischen in allen Bildungsbereichen statt, von der frühen Bildung über Schulen und Betriebe bis zur Lehrer- sowie Erwachsenenbildung. In diesen unterschiedlichen Bildungsbereichen wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden Jahren etwa 50 Forschungsvorhaben fördern.
    Über diese Einzelprojekte hinaus hat das BMBF ein Metavorhaben zur „Digitalisierung im Bildungsbereich“ bewilligt, das die Förderprojekte begleiten wird. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehrerer Leibniz-Institute – des IWM, des DIPF und des DIE – werden unter Leitung des Learning Lab der Universität DuisburgEssen gemeinsam die Projekte auswerten, aber auch mit der Bildungspraxis vernetzen. Dazu werden Projektvorhaben und -ergebnisse aus mehreren Förderlinien erfasst und in Dialogforen zur Diskussion gestellt. Der internationale Stand der Forschung zu zentralen Fragen des digitalen Lernens wird zu Dossiers verarbeitet und über verschiedene Portale der Öffentlichkeit bereitgestellt – z. B. über das am IWM betriebene Portal e-teaching.org. Dabei gilt es auch, Forschungslücken zu identifizieren und zurückzumelden.
    In eigenen Forschungsvorhaben der am Metavorhaben beteiligten Partner geht es zudem um die grundsätzliche Frage einer gestaltungsorientierten Forschungsmethodik: Wie können Projekte zur Digitalisierung in der Bildung so angelegt werden, dass sie gleichermaßen zu Theorie- und Erkenntnisbildung innerhalb der Wissenschaft wie auch zur Problemlösung in Feldern der Bildungspraxis und -politik beitragen?
    Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) konzentriert sich dabei auf das Lehramtsstudium sowie perspektivisch auf die Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern – also auf Zielgruppen, die im Zentrum der Vermittlung digitaler Kompetenzen für die nächste Generation stehen. Dabei arbeitet das neue BMBF-Projekt eng mit dem Portal e-teaching.org zusammen. Die bereits seit 15 Jahren am IWM betriebene Online-Plattform bietet Hochschullehrenden umfassende In-formationen und Austauschmöglichkeiten zum Einsatz von digitalen Medien in der Lehre. Im Rahmen des Metavorhabens soll das Portal gezielt erweitert werden, um die speziellen Anforderungen in Lehramtsstudiengängen noch besser unterstüt-zen zu können: Die Studierenden sollen nicht nur erleben, wie digitale Medien in ihrem Studium eingesetzt werden, sondern die nötigen Kompetenzen erwerben, um später im Schulunterricht selber gezielt solche Medien einsetzen zu können – von der Mediennutzung und -gestaltung über die Medienkunde bis zur Medienkritik.
    Das Metavorhaben ist auf fünf Jahre mit Start zum 1. Oktober 2018 angelegt und wird mit 6,8 Mio. € vom Bund finanziert. Die Verbundleitung liegt bei Prof. Dr. Michael Kerres an der Universität Duisburg-Essen. Beteiligt sind Prof. Dr. Ulrike Cress und Dr. Anne Thillosen vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Tübingen, Prof. Dr. Josef Schrader, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung | Leibniz-Institut für Lebenslanges Lernen (DIE), Bonn, sowie Prof. Dr. Marc Rittberger, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt.

    Das Portal „e-teaching.org“
    www.e-teaching.org ist ein im Jahr 2003 gegründetes Informationsportal für Hoch-schulbildung mit digitalen Medien. Es bietet Lehrenden und E-Learning-Interessierten niedrigschwellige und anwendungsorientierte Informationen zu di-daktischen, technischen und organisatorischen Aspekten von E-Teaching. Träger von e-teaching.org ist die Stiftung Medien in der Bildung – Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM). Seit 2014 wird e-teaching.org durch Haushaltsmittel des IWM finanziert.

    Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM)
    Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen erforscht, wie digitale Technologien eingesetzt werden können, um Wissensprozesse zu verbessern. Die psychologische Grundlagenforschung der rund 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist auf Praxisfelder wie Schule und Hochschule, auf Wissensarbeit mit digitalen Medien, wissensbezogene Internetnutzung und Wissensvermittlung in Museen ausgerichtet. Von 2009 bis 2016 unterhielt das IWM gemeinsam mit der Universität Tübingen Deutschlands ersten Leibniz-WissenschaftsCampus (WCT) zum Thema „Bildung in Informationsumwelten“. Seit 2017 wird er unter dem Titel „Kognitive Schnittstellen“ weitergeführt.

    Ansprechpartner:
    Dr. Anne Thillosen
    Leitung e-teaching.org
    Telefon: +49 (0) 7071 979-328
    Email: a.thillosen@iwm-tuebingen.de

    Weitere Informationen:
    Dr. Bettina Renner
    Persönliche Referentin der Direktorin
    Telefon: +49 (0) 7071 979-233
    Email: presse@iwm-tuebingen.de



    Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissens-transfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen u. a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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