Überregionales Datenservicezentrum QUALISERVICE nun auch für die Ethnologie

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08.02.2019 11:26

Überregionales Datenservicezentrum QUALISERVICE nun auch für die Ethnologie

Stefanie Möller Pressestelle
Universität Bremen

    Das Datenservicezentrum QUALISERVICE am SOCIUM-Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen erhält weitere Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Ethnologinnen und Ethnologen bekommen so erstmals eine verlässliche Anlaufstelle in Deutschland, um ihre qualitativen Forschungsdaten zu archivieren und für geschützte Nachnutzungen in Forschung und Lehre anfordern zu können.

    Seit vergangenem Jahr fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Implementierung von QUALISERVICE als bundesweites Datenservicezentrum (DSZ) für qualitative sozialwissenschaftliche Forschungsdaten. Bisherige Maßnahmen des Infrastrukturprojekts umfassen neben der Einrichtung eines Safe Centers zur vertraulichen Datenaufbereitung die Weiterentwicklung des Anonymisierungstools, die Einrichtung des Servicezentrums mit Suchportal, Datenabgabedienst und Helpdesk, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die nun erfolgte Zusage der DFG im Rahmen des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie ermöglicht QUALISERVICE in den nächsten drei Jahren auch einen Bereich für ethnologische Forschungsdaten aufzubauen. „Damit können nun weitere Datenformate als bislang – wie Audio- und Videoaufzeichnungen, Feldnotizen und Beobachtungsprotokolle – in einer sicheren Umgebung archiviert und für die geschützte Weiternutzung in der Forschung und ausgewählte Materialien auch für die Lehre zugänglich gemacht werden“, erläutert Professorin Betina Hollstein, Projektleiterin am SOCIUM.

    Intensive Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin

    Dieser Erfolg ist Ergebnis der intensiven Kooperation mit dem Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) an der Humboldt-Universität zu Berlin. QUALISERVICE beteiligte sich am Fortsetzungsantrag des Fachinformationsdienstes, der jetzt von der DFG bewilligt wurde. Diese Form der Kooperation zwischen einem Datenservicezentrum (DSZ) und einem Fachinformationsdienst (FID) stellt in den Infrastrukturen der qualitativen Sozialforschung ein Novum dar. Ziel ist die Etablierung von QUALISERVICE als Fachrepositorium für qualitative ethnologische Forschungsdaten, um deutschlandweit eine adäquate Lösung für die komplexe Archivierungssituation der zum Teil hochsensiblen Forschungsdaten anbieten zu können.

    Einmaliger Service für alle Arten qualitativer Forschungsdaten

    QUALISERVICE ist am SOCIUM-Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen angesiedelt und wird von Professorin Betina Hollstein geleitet. Die Archivierung wird zusammen mit dem Datenarchiv PANGAEA – Data Publisher for Earth & Environmental Science – und der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB) organisiert. Die informationstechnische Seite des internen Datenmanagements wird zusammen mit dem Datenarchiv PANGAEA betrieben. Für Mixed-Methods-Studien wird zusammen mit dem GESIS – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften eine koordinierte Archivierung und ein wechselseitiges Verweissystem aufgebaut. Bislang lag der Arbeitsschwerpunkt von QUALISERVICE auf qualitativen Interviewstudien. Mit der Beteiligung am Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) werden die Dienstleistungen von QUALISERVICE auf qualitative Forschungsdaten in ihrer ganzen Breite ausgeweitet.

    Weitere Informationen:

    www.qualiservice.org

    www.socium.uni-bremen.de/

    www.ub.hu-berlin.de/de/literatur-suchen/fachinformationsdienste/ssg-volks-und-voelkerkunde/ssg-volks-und-voelkerkunde.html

    www.uni-bremen.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Betina Hollstein
    SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
    Universität Bremen
    Tel.: +49 421 218-58512
    E-Mail: betina.hollstein@uni-bremen.de

    Susanne Kretzer und Dr. Kati Mozygemba
    SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
    Universität Bremen
    Tel.: +49 421 218-58616
    E-Mail: skretzer@uni-bremen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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