Brückenschlag für mehr Transparenz - MRI schlägt Modell für Nährwertkennzeichnung vor

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
22.05.2019 12:34

Brückenschlag für mehr Transparenz - MRI schlägt Modell für Nährwertkennzeichnung vor

Dr. Iris Lehmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Rubner-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

    Es ist nichts grundsätzlich Neues – und genau das war das Ziel: Im Reigen der Nährwertkennzeichen, die aktuell von Australien bis Frankreich, von Finnland bis Italien, vorgestellt, diskutiert und teilweise auch schon angewendet werden, soll der Entwurf für ein Nährwertkennzeichnungs-Modell, das das Max Rubner-Institut nach vierwöchiger Entwicklungszeit heute einbringt, nicht die erste Geige spielen, sondern vielmehr eine Verbindung zwischen dem schaffen, was bisher schon an Gutem und Vorteilhaftem vorhanden ist.

    Zugleich hat der Entwurf des Modells für Nährwertkennzeichnung die wichtige Aufgabe, eine Brücke zwischen den verschiedenen Interessen, die bei der Einführung einer Nährwertkennzeichnung zu berücksichtigen sind, zu bilden – eine Brücke, die im Idealfall für alle einen gangbaren Weg darstellt.

    Die Pfeiler der Brücke stehen dabei auf einem wissenschaftlichen Fundament. Angefangen bei der bis ins Detail festgehaltenen und für Externe nachvollziehbaren Vorgehensweise bei der Entwicklung solch einer Nährwertkennzeichnung bis zur Einbeziehung eines auf wissenschaftlicher Grundlage aufgebauten Algorithmus für die Gesamtbewertung der Lebensmittel.

    Eine Gesamtbewertung soll allen, die es eilig oder nur ein begrenztes Interesse an den Tiefen des Ernährungswissens haben, eine schnelle Einordnung des Lebensmittels ermöglichen. Die aus der Hotelbewertung bekannten Sterne und die mit der Qualität des Lebensmittels zunehmende Farbintensität sind auch ohne zusätzliche Erläuterung leicht nachvollziehbare Signale. Der Gesamtbewertung liegt der Nutrient Profiling System Score der Food Standards Agency in Großbritannien zugrunde, auf den der in Frankreich entwickelte Nutri-Score-Algorithmus basiert. Dieser Algorithmus kann und soll in Zukunft noch weiter optimiert werden.

    Die Darstellung der bewährten fünf Inhaltsstoff-Angaben mit besonderer Bedeutung für die Gesundheit gibt den Verbrauchern, die auf bestimmte Inhaltsstoffe achten bzw. diese in zu großen Mengen vermeiden sollten, wichtige Informationen. Aktiv, also farblich hervorgehoben, sind nur die Bereiche für die Inhaltsstoffe, die unter den Grenzwerten der wissenschaftlich belegten Aussagen nach der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben der EU (Health Claims-Verordnung) liegen. Jeder Mensch soll weiter seine Lebensmittelauswahl frei und ohne Stigmatisierung treffen können – aber es soll ihm so leicht wie möglich gemacht werden, die Entscheidung zu treffen, die seine Gesundheit unterstützt. Entsprechend bleibt das MRI-Nährwertkennzeichen-Modell sachlich und informativ in der Darstellung.

    Wie das Max Rubner-Institut in seinem Bericht zur Bewertung der vorhandenen Nährwertkennzeichnungssysteme ausführlich dargelegt hat, kann man für die Bewertung eines Kennzeichens Kriterien festlegen und diese objektiv bewerten. Auch für das von den Wissenschaftlern sowie dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Max Rubner-Instituts entwickelte Kennzeichen muss nun noch geprüft werden, ob und wie gut die eigentlichen Nutzer des Zeichens, die Verbraucher, die aus dem Nährwertkennzeichnungs-Modell ableitbaren Aussagen verstehen und für ihre Lebensmittelauswahl einsetzen können.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin, Tier / Land / Forst
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay