DFG und Fraunhofer fördern erste trilaterale Projekte zum Erkenntnistransfer in die Anwendung

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23.07.2019 11:00

DFG und Fraunhofer fördern erste trilaterale Projekte zum Erkenntnistransfer in die Anwendung

Thomas Köster Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Sieben Kooperationsprojekte mit dreijähriger Laufzeit bewilligt / 6 Millionen Euro Fördersumme

    Zum ersten Mal fördern die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam sieben trilaterale Projekte zum Transfer von Erkenntnissen aus DFG-geförderten Vorhaben in die Wirtschaft. Die Entscheidungen fielen im Rahmen der DFG-Jahresversammlung Anfang Juli 2019 in Rostock sowie seitens des Fraunhofer-Vorstands. Die neuen Projekte, bei denen Hochschulen, Fraunhofer-Institute und Unternehmen miteinander kooperieren, werden von DFG und Fraunhofer-Gesellschaft mit insgesamt 6 Millionen Euro drei Jahre lang gefördert.

    Die jeweils drei Partner der trilateralen Kooperationsprojekte sollen die Ergebnisse der DFG-geförderten Vorhaben auf Grundlage eines gemeinsamen Arbeitsprogramms weiterentwickeln. Ein Projektteil wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einer Hochschule geleitet. Die anderen Projektteile werden entsprechend von Mitarbeitenden der jeweiligen Fraunhofer-Institute beziehungsweise vom Industriepartner verantwortet. Die Rechte und Pflichten der drei Partner werden durch einen Kooperationsvertrag geregelt.

    Unternehmen erhalten so die Möglichkeit, schon früh an Innovationen aus der Forschung zu partizipieren. Dabei übernehmen die Fraunhofer-Experten die Federführung bei der Verwertung der Projektergebnisse gegenüber den Anwendungspartnern oder bei weiteren Interessenten aus der Industrie. Im Gegenzug wird die Universität mit einem festen Prozentsatz an den Erlösen beteiligt.

    Die sieben nun geförderten trilateralen Projekte wurden aus 20 eingereichten Projektanträgen aus den Ingenieur-, Natur- und Lebenswissenschaften ausgewählt. Zuvor waren alle Anträge in einem zwischen Fraunhofer und DFG abgestimmten gemeinsamen Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren evaluiert worden. Wegen der großen Resonanz in Wissenschaft und Wirtschaft sind zwei weitere Ausschreibungsrunden vorgesehen, die erste erfolgt am 24. Juli 2019, eine zweite im Jahr 2020.

    Die sieben trilateralen Projekte im Einzelnen:
    (in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte der DFG-Projekte):

    „DLS-Feedback-regulierte kontinuierliche Partikelproduktion“ (Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Dietzel, TU Braunschweig, Prof. Dr. Michael Maskos, Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM, Mainz; Anwendungspartner: ConSenxuS GmbH, Ober-Hilbersheim)

    „Leichte und schwingungsdämpfende hybride FVK-Metall-Rohre mit strukturintegrierter Sensorik für BTA-Tiefbohrprozesse“ (Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Dirk Biermann und Prof. Dr.-Ing. Markus Stommel, TU Dortmund, Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Herrmann, Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP), Saarbrücken; Anwendungspartner: BGTB GmbH, Dortmund, CarboFibretec GmbH, Friedrichshafen, Kaiser Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH & Co. KG, Toppenstedt)

    „Terahertz-Messsystem auf Basis frequenzselektiver Detektorchips für den Einsatz als inlinefähige, industrielle Prüftechnik“ (Projektleiter: Prof. Dr. Hartmut G. Roskos, Universität Frankfurt, Dr. Fabian Friederich und Maris Bauer, Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), Kaiserslautern; Anwendungspartner: TOPTICA Photonics AG, Gräfelfing)

    „Flüssige Flammschutzmittel für PU-Schäume auf der Basis von s-Heptazin-, s-Triazin- und Dicyanamid-Derivaten“ (Projektleiter: Prof. Dr. Edwin Kroke, TU Freiberg, Prof. Dr.-Ing. Peter Elsner, Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT), Pfinztal; Anwendungspartner: BASF Polyurethanes GmbH, Lemförde)

    „Die nächste Generation modifizierter Nucleosidtriphosphate: Phosphorylierte Tools zum intrazellulären Markieren von Proteinen“ (Projektleiter: Prof. Dr. Chris Meier, Universität Hamburg, Prof. Dr. Gerd Geisslinger und Dr. Ole Pless, Fraunhofer-Institut Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME), Frankfurt und Hamburg; Anwendungspartner: PerkinElmer Inc., Waltham/USA)

    „Optimierung von Arbeitsspeicher für Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren“ (Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Norbert Wehn, TU Kaiserslautern, Dr. Matthias Jung, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), Kaiserslautern; Anwendungspartner: Robert Bosch GmbH, Stuttgart)

    „Dynamische Strahlmodulation zur Optimierung industrieller Laserprozesse (FastShape)“ (Projektleiter: Prof. Dr. Thomas Graf, Universität Stuttgart, Prof. Dr.-Ing. Christoph Leyens, Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS), Dresden; Anwendungspartner: TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG, Ditzingen, Robert Bosch GmbH, Stuttgart)

    Weiterführende Informationen

    Medienkontakt:
    Marco Finetti, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse@dfg.de
    Janis Eitner, Leiter Kommunikation, Fraunhofer-Gesellschaft, Tel. +49 89 1205-1333, presse@zv.fraunhofer.de

    Fachliche Ansprechpartner:
    Dr.-Ing. Andreas Engelke, Programmdirektor Ingenieurwissenschaften, DFG, Tel. +49 228 885-2523, andreas.engelke@dfg.de
    Dr. Gabriela Schumann, Stabstelle Strategische Geschäftsentwicklung, Fraunhofer-Gesellschaft, Tel. +49 89 1205-1124, gabriela.schumann@zv.fraunhofer.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr.-Ing. Andreas Engelke, Programmdirektor Ingenieurwissenschaften, DFG, Tel. +49 228 885-2523, andreas.engelke@dfg.de
    Dr. Gabriela Schumann, Stabstelle Strategische Geschäftsentwicklung, Fraunhofer-Gesellschaft, Tel. +49 89 1205-1124, gabriela.schumann@zv.fraunhofer.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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