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19.09.2019 13:50

Von den Geheimnissen des Lebens und dem Leben nach dem Tod - Internationale Physiologen-Tagung in Ulm

Andrea Weber-Tuckermann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Ulm

    Vom 30. September bis zum 2. Oktober tagen mehr als 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an der Universität Ulm. Bei der Internationalen Jahrestagung der Deutschen Physiologischen Gesellschaft (DPG) geht es nicht nur um den wissenschaftlichen Austausch rund um dieses vielfältige Fachgebiet. Auf dem Programm steht auch ein öffentlicher Vortrag des Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke. Der als „Herr der Maden“ bekannte Wissenschaftler spricht über „Physiologie in der Forensik: Leben nach dem Todeseintritt“. Angeboten werden zudem Physiologie-Vorträge, die sich speziell an Schülerinnen und Schüler richten.

    Mehr als 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt werden zur Jahrestagung der Deutschen Physiologischen Gesellschaft (DPG) in Ulm erwartet. Der Kongress findet vom 30. September bis zum 2. Oktober an der Universität Ulm statt. Organisiert wird die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Konferenz von Professorin Birgit Liss, Leiterin des Instituts für Angewandte Physiologie an der Universität Ulm. Zu den Mitveranstaltern gehören in diesem Jahr die physiologischen Fachgesellschaften aus Österreich und der Schweiz.

    Das Tagungsprogramm wie auch das Fachgebiet haben es in sich: geht es doch um die Geheimnisse des Lebens und um sämtliche Vorgänge in Zellen, Geweben und Organen. Neben den Hauptvorträgen, Workshops, Didaktik-Kursen und Poster-Ausstellungen, die sich an das wissenschaftliche Publikum richten, gibt es Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler sowie einen Vortrag für „jedermann“, der sich an interessierte Laien wendet. Beide Angebote sind kostenlos. Den öffentlichen Vortrag hält der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke. Der Spezialist für forensische Entomologie, auch als „Herr der Maden“ bekannt, spricht über „Physiologie in der Forensik: Leben nach dem Todeseintritt“ (Dienstag 16:00 Uhr, H 4/5). Dabei geht es um die Wechselwirkungen zwischen Bakterien, Insekten und der Umwelt in Leichen. Zuckerstückchen, die durch den Dünndarm reisen, beziehungsweise der Glukosetransport, stehen im Mittelpunkt einer der beiden Schülervorträge, die von der wissenschaftlichen Nachwuchsorganisation „Young Physiologists“ organisiert werden. Der zweite Schülervortrag im Anschluss widmet sich der Rolle von Stammzellen bei der Behandlung von Herzerkrankungen (Dienstag 14:30 Uhr, H 11).

    „Neben dem Austausch der neuesten Forschungsergebnisse unter Kollegen ist es uns wichtig, auch der Öffentlichkeit Einblicke in unsere wissenschaftliche Arbeit zu geben, und zu zeigen, wie interessant und relevant die Themen sind, mit denen wir uns befassen“, so Professorin Birgit Liss, Gastgeberin der Tagung. Die Physiologie widmet sich den allgemeinen, also „normalen“ Vorgängen des Lebens im Grenzbereich zwischen den Naturwissenschaften und der Medizin. Dabei geht es um das Zusammenwirken aller physikalischen und biochemischen Prozesse im gesamten Organismus, von der Zell- und Organ-Ebene bis zum Menschen. Im Fokus der Pathophysiologie und der Klinischen Physiologie stehen die krankhaften Veränderungen in diesen Systemen. Entsprechend vielfältig ist das Programm der Tagung: die Themen reichen vom intrazellulären Transport zur synaptischen Signalübertragung, von der Niere über die Lunge zum Gehirn.
    Neben Fragen aus der allgemeinen Physiologie zur Motorik, Sensorik und Kognition geht es auch um klinische und pathophysiologische Aspekte rund um Herz-Kreislauf-Krankheiten, neurodegenerative Erkrankungen und Fehlfunktionen anderer Organe. Für die wissenschaftlichen Hauptvorträge konnten die Veranstalter weltweit führende Forscherinnen und Forscher gewinnen (Ashcroft, Deisseroth, Jentsch, Lipscombe).

    Text und Medienkontakt: Andrea Weber-Tuckermann


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Birgit Liss, Leiterin des Instituts für Angewandte Physiologie, Tel.: 0731 / 500 36214;
    E-Mail: birgit.liss@uni-ulm.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dpg2019.de/


    Bilder

    Prof. Birgit Liss in ihrem Labor
    Prof. Birgit Liss in ihrem Labor
    Foto: Sascha Baumann I all4foto
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    Der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke
    Der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke
    Foto: Ines Fischer
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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