Erfolgreicher Jenaer Informatiknachwuchs zurück aus Paris

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
21.11.2003 11:48

Erfolgreicher Jenaer Informatiknachwuchs zurück aus Paris

Stefanie Hahn Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Studenten der Universität Jena im ersten Fünftel bei internationalem Programmierwettbewerb platziert

    Jena (21.11.03) Sechs Informatik- und Mathematikstudenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben am vergangenen Sonntag (16.11.) an einem internationalen Programmierwettbewerb an der Ecole Polytechnique in Paris teilgenommen. Dabei konnte sich eines der dreiköpfigen Teams der Uni Jena im ersten Fünftel platzieren. Tobias Friedrich, Thomas Fiedler und Thomas Peiselt errangen gemeinsam Platz 10. Insgesamt waren 56 Teams von 30 Universitäten beim diesjährigen Regionalausscheid des "ACM International Collegiate Programming Contest (ICPC)" gegeneinander angetreten. Die Teilnehmer des Wettbewerbs, den die Association for Computing Machinery (ACM) seit 1970 ausrichtet, kamen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal, Österreich, der Schweiz und Spanien. Die Teilnahme des Jenaer Teams wurde finanziell unterstützt von: Frank Ecke, der Firma Redlich-EDV sowie der GI-Regionalgruppe Thüringen-Ost und dem Lehrstuhl für Pro-grammiersprachen und Compiler der Uni Jena.

    "Eigentlich hatten wir gehofft uns für das Weltfinale im Februar 2004 in Prag zu qualifizieren", berichtet Tobias Friedrich (23). Innerhalb der vorgegebenen 5 Stunden hatten er und seine Mitstreiter zu 6 der 9 gestellten Aufgaben ein Programm geschrieben. "Leider hatten sie einige Sonderfälle nicht berücksichtigt", berichtet der Betreuer Prof. Dr. Jürgen F. H. Winkler vom Institut für Informatik der Universität Jena. "Zum Beispiel haben wir eine spezielle Anordnung von Dächern nicht bedacht, bei denen bestimmt werden sollte, wie viel Regenwasser an welchen Stellen auf die Erde fließt", erklärt Friedrich. Das Programm lief demnach auf den Rechnern der Jury nicht einwandfrei. Gewertet werden jedoch nur die lauffähigen Programme, die die algorithmische Lösung der Aufgaben darstellen, die aus Gebieten wie Optimierung, geometrische Planung und Programmiertechnik stammen.

    "Zwei der Aufgaben waren so anspruchsvoll, dass kein Team eine Lösung anbieten konnte. Bei einer sollte ein Fußball virtuell umlaufen werden, indem man sich auf bemalten Ecken der sechseckigen und fünfeckigen Lederflicken bewegte", berichtet Friedrich. Obwohl es zum Einzug ins Finale nicht gereicht hat, lassen sich die Jenaer Studenten nicht entmutigen, sondern trainieren jetzt schon für den ICPC-Wettbewerb im nächsten Jahr. Dazu gibt es im Internet jede Menge Trainingsaufgaben, die Informatiker aus aller Welt hineinstellen. "In den letzten Monaten vor dem Wettbewerb treffen wir uns regelmäßig jedes Wochenende zum Üben", berichtet Friedrich. Wichtig sei, dass die Kommunikation im Team klappt, damit in der Wettbewerbssituation effektiv zusammenarbeitet werden könne, so der Mathematikstudent. "In den vergangenen Jahren konnten sich die Jenaer kontinuierlich steigern", weiß Prof. Winkler. "Nächstes Jahr schaffen wir's ins Finale", gibt sich Friedrich optimistisch.

    Weitere Informationen zu Jenaer ICPC-Aktivitäten finden sich im Internet unter: http://psc.informatik.uni-jena.de/Projects/ICPC03/ICPC03.htm.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Jürgen F. H. Winkler
    Institut für Informatik der Universität Jena
    Ernst-Abbe-Platz 2-4, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 946340
    E-Mail: winkler@informatik.uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://psc.informatik.uni-jena.de/Projects/ICPC03/ICPC03.htm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
    regional
    Personalia
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay