Neues Handy zu Weihnachten? Strahlungsarm unterm Weihnachtsbaum

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05.12.2019 12:06

Neues Handy zu Weihnachten? Strahlungsarm unterm Weihnachtsbaum

Jan Lauer PB2/ Pressearbeit
Bundesamt für Strahlenschutz

    BfS informiert im Internet über strahlungsarme Handys und Tablets

    Smartphones gehören neben Tablet-Computern und Fitnessarmbändern zu den beliebtesten „smarten“ Weihnachtsgeschenken. Acht von zehn Menschen ab 14 Jahren in Deutschland besitzen zwar schon ein Smartphone. Trotzdem steht bei vielen zu Weihnachten ein neues Gerät auf dem Wunschzettel. Ein größerer Bildschirm, eine bessere Kamera oder ein schnellerer Arbeitsspeicher spielen bei der Entscheidung eine Rolle. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät, darauf zu achten, dass das Gerät strahlungsarm ist. Informationen dazu bietet das BfS unter www.bfs.de/sar.

    „Ob ein Smartphone oder ein Tablet strahlungsarm ist oder nicht, lässt sich leicht an der sogenannten spezifischen Absorptionsrate, oder kurz SAR, erkennen“, erklärt Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz. „Das BfS ermittelt seit 2002 regelmäßig den SAR-Wert aktueller Handys und Smartphones und veröffentlicht die Werte. So kann jeder die Daten seines Gerätes abfragen und sich bei der Auswahl eines neuen Modells vorab über dessen Strahlungseigenschaften informieren“, so Paulini. Und weiter: „In der SAR-Liste des BfS sind strahlungsarme Geräte mit einem grünen Symbol gekennzeichnet.“

    Die SAR-Liste umfasst aktuell 3.613 Modelle von 82 Herstellern - von den neuesten Modellen bis hin zu Modellen, die nicht mehr hergestellt werden, die aber neu oder gebraucht noch erhältlich sind. Der Markt für Smartphones wächst auch 2019 weiter: Laut einer Prognose des Branchenverbands Bitkom wird der Umsatz gegenüber dem Rekordjahr 2018 noch einmal um rund 11 Prozent steigen. Dabei geht der Trend hin zu Smartphones mit großem Bildschirm, sogenannten Phablets. Auch sind in diesem Jahr die ersten Mobiltelefone für den neuen Mobilfunkstandard 5G auf den Markt gekommen.


    Was ist der SAR-Wert?
    Smartphones und Tablets nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder, um Sprache oder Daten zu übertragen. Ein Teil der Energie dieser Felder wird vom Körper, zum Beispiel beim Telefonieren am Kopf, in Form von Wärme aufgenommen (absorbiert). Das Maß für diese Energieaufnahme ist die spezifische Absorptionsrate (SAR), gemessen in Watt pro Kilogramm.

    Grenzwerte schützen dabei vor möglichen gesundheitlichen Auswirkungen. Gemäß internationaler Richtlinien soll die SAR auf 2 Watt pro Kilogramm begrenzt werden. Als strahlungsarm gelten Mobilgeräte mit einem SAR-Wert bis höchstens 0,5 Watt pro Kilogramm (bezogen auf die Energieabsorption des Kopfes). Die SAR-Liste des BfS enthält – soweit verfügbar – für jedes Gerät zwei SAR-Werte: einen für das Telefonieren mit dem Handy am Ohr und einen für den Betrieb beim Tragen des Geräts am Körper.

    Weitere Informationen
    Informationen zum Thema SAR, Empfehlungen zum Telefonieren mit dem Handy, Hinweise für die Nutzer von Smartphones und Tablets sowie Tipps zur Reduzierung der Strahlenbelastung finden Sie unter: www.bfs.de/mobilfunk.

    Bundesamt für Strahlenschutz:
    Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Informationstechnik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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