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13.01.2020 10:30

6. Tag des Religionsunterrichts an der Universität des Saarlandes

Gerhild Sieber Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Unter dem Titel „Überzeugte – Interessierte – Ahnungslose: Religiöse Bildung angesichts heterogener Lernvoraussetzungen“ findet am Mittwoch, 29. Januar, von 9 bis 16 Uhr in der Aula der Saar-Uni (Geb. A3 3) der sechste Tag des Religionsunterrichts statt. Die ökumenische Tagung geht der Frage nach, warum konfessioneller Religionsunterricht für die Schülerinnen und Schüler noch immer bedeutsam sein kann. Die Veranstaltung richtet sich an Religionslehrerinnen und -lehrer aller Schularten im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie an Studierende und Referendare.

    In seinem Fachvortrag um 9.30 Uhr spricht der renommierte Religionspädagoge Prof. Rudolf Englert (Universität Duisburg-Essen) über das Thema „Wird religiöse Bildung noch gebraucht? – Entwicklungsmöglichkeiten des Religionsunterrichts angesichts aktueller Voraussetzungen“.

    Wozu braucht man heute noch konfessionellen Religionsunterricht? Sprechen nicht Vielfalt, Individualität, Dynamik und Globalität unserer offenen Gesellschaft dagegen? – Erstmals in der Geschichte können Menschen in vielen Ländern so leben, wie es ihnen entspricht, nicht wenige bringen neue und andere Erfahrungen aus unterschiedlichen Herkunftskontexten mit, Veränderungen im eigenen Leben und in der Gesellschaft sind möglich. Dies betrifft auch die Religiosität der Menschen. Das in den Kirchen institutionalisierte Christentum verliert zunehmend an Bedeutung und Einfluss, Inhalte und Praxen der traditionellen Religionen dienen vielfach nur noch als Reservoir, aus dem zur persönlichen Lebensgestaltung und Sinngebung geschöpft wird.

    Dies betrifft in hohem Maße auch Religionslehrerinnen und -lehrer, die in ihrem Unterricht einer heterogenen Schülerschaft begegnen. Das Spektrum reicht dabei von kirchlich beheimateten, religiös individualisierten, oft kaum noch kirchlich sozialisierten bis hin zu mitunter gleichgültigen Schülerinnen und Schülern. Dazu kommen Kinder und Jugendliche mit nicht-christlichen religiösen Hintergründen und, insbesondere an der Gemeinschaftsschule, mit einer großen Bandbreite an Lernvoraussetzungen. Davon ausgehend, beschäftigt sich die Tagung mit der Frage, wieso konfessioneller Religionsunterricht immer noch wichtig sein kann und wie er dazu beitragen kann, Heterogenität konkret aufzugreifen.

    Die unterschiedlichen Facetten der Thematik können in zahlreichen Workshops gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen und Referenten diskutiert und ausprobiert werden. Die Themen reichen von der Nutzung digitaler Medien für den Unterricht über die Frage, wie Kernthemen des Christentums heute noch thematisiert werden können bis hin zu Impulsen zur Gestaltung von Schulgottesdiensten, die auch einer vielfältigen Schülerschaft gerecht werden.

    Veranstaltet wird der Tag des Religionsunterrichts vom Institut für Lehrerfort- und Weiterbildung Saarbrücken sowie den Fachrichtungen Evangelische und Katholische Theologie an der Universität.

    Anmeldung und nähere Informationen unter: http://www.ilf-saarbruecken.de

    Kontakt:
    Dr. Alexander Maier
    Oberstudienrat im Hochschuldienst
    Religionspädagogik und -didaktik
    Philosophische Fakultät
    Tel.: 0681 302-4378
    E-Mail: amaier@mx.uni-saarland.de

    Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681 302-2601) richten.


    Weitere Informationen:

    http://Link zum Programm: https://www.uni-saarland.de/fileadmin/upload/aktuell/pdf/2020/Tag_des_Religionsu...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende
    Pädagogik / Bildung, Religion
    regional
    wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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